KeepassX 2

Es ist schon ein wenig verwirrend, was bei Fedora mit keepassx passiert ist. Zuerst wurde für Fedora 23 ein Update auf Version 2.0 veröffentlicht, das dann jedoch wiederum nach einigem Protest zurückgezogen wurde.

Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen wurde dazu das Epoch des Paketes auf 1 erhöht, was spätestens beim Upgrade auf eine neuere Fedora-Version dazu führt, das keepassx ein Zwangs-Downgrade auf Version 0.44 verpasst bekommt. Da die Datenbanken von keepassx 0.44 und 2.0 blöderweise nicht kompatibel sind, schaut jeder, der bereits das Upgrade auf Version 2 gemacht hat, blöd aus der Wäsche, da er nicht mehr an seine gespeicherten Passwörter herankommt, sofern er nicht noch die alte Datenbank im 0.44-Format hat.

Da ich zu diesen Leuten gehörte, die nach dem Upgrade auf Fedora 24 blöd aus der Wäsche geschaut haben, habe ich mir das keepassx Paket in der Version 2.0 geschnappt, in keepassx2 umbenannt und so konfiguriert, das es das keepassx-Paket von Fedora ersetzt. Dadurch ist auch sichergestellt, das Fedora einem auch zukünftig kein neues Zwangs-Downgrade auf 0.4x reinwürgt.

Für alle Leidensgenossen oder die, die gerne auf Version 2.x upgraden möchte, habe ich mein keepassx-Paket in einem COPR bereitgestellt.

PS: Dem keepassx-Maintainer sollte man für diese, an Dämlichkeit kaum zu überbietende, Aktion eigentlich 500 mal „Ich darf kein Zwangs-Downgrade machen, wenn sich das Format der Programmdatenbank geändert hat“ an eine Tafel schreiben lassen! Mindestens! 👿

Bug in Gnome-Shell 3.10.3-1.fc20

Im Update auf die Gnome-Shell Version 3.10.3-1.fc20 steckt ein Fehler, der dafür sorgt, das Prozesse wie Conky, die eigentlich im Hintergrund laufen, im Task-Switcher (Alt+Tab) und der Aktivitätsübersicht angezeigt werden. Besonders ärgerlich ist dieser Bug, wenn man die Anzeige von Icons auf dem Desktop aktiviert hat, da sich Nautilus in dem Fall in der Aktivitätsübersicht nur noch per Rechtsklick und „Neues Fenster“ oder eines der Icons auf dem Desktop öffnen lässt.

Um das Problem zu umgehen, bis ein Update für das Problem veröffentlicht wird, muss man ein Downgrade der Gnome-Shell und Mutter mittels

su -c'yum downgrade gnome-shell mutter'

durchführen und anschließend die Gnome-Shell mittels ALT+F2 und „r“ (ohne Anführungszeichen) neu starten.

Downgrade von Xfce 4.10 auf 4.8

Wer das Siderepo mit Xfce 4.10 nutzt und auf 4.8 downgraden möchte, sollte mit folgenden Schritten ans Ziel kommen:

Zuerst die vorhandenen Xfce-Pakete downgraden, mittels

su -c'yum downgrade *\xfce\* orage parole pragha thunar\* Thunar exo \
xfwm4 ristretto Terminal xfconf xfdesktop garcon \
--disablerepo=fedora-xfce-4.10'

Nachdem das Downgrade durchgeführt ist, muss das xfce-utils Paket, das in Xfce 4.10 weggefallen ist, erneut installiert werden:

su -c'yum install xfce-utils'

Zum Schluss müssen noch der Cache und die aktuellen Xfce-Einstellungen gelöscht werden, da sich Xfce 4.8 ansonsten nicht starten lässt:

rm -rf ~/.cache/xfce4
rm -rf ~/.config/xfce4
rm -rf ~/.config/xfce4-session

Nun nur noch ab und neu anmelden und schon hat man wieder Xfce 4.8 im Einsatz.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

glibc-2.14-2 macht das System instabil

Das Update auf die Version 2.14-2 der glibc-Pakete, welche sich momentan im updates-testing Repository1 befinden, ist mit größter Vorsicht zu genießen, da diverse Anwendungen nach der Installation des Updates extrem instabil werden. So kam auf meinem System vor, das Evolution teilweise ohne mein Zutun und Firefox bei unspektakulären Aufruf von Google oder anderen harmlosen Seiten abgestürzt sind.

Falls das Update bereits auf dem eigenen System installiert ist, sollte man folgende Schritte durchführen, um das System wieder zu stabilisieren:

su -c'yum downgrade glibc glibc-common'

Anschließend veranlassen wir yum, bis auf weiteres, die glibc-Pakete nicht zu aktualisieren:

su -c'echo "exclude=glibc*" >> /etc/yum.conf'

Sobald es ein neueres Update für die glibc-Pakete gibt, kann man diese Zeile wieder entfernen.

  1. standardmäßig nicht aktiv []

Chromium-Stable für Fedora

Neben seinem Chromium-Repository, welches sich aus dem „unstable“ Zweig von Chromium speist, bietet Tom „Spot“ Callaway seit kurzem auch ein Chromium-Stable Repository an, welches den „stable“ Zweig von Chromium nutzt.

Um das chromium-stable Repository zu nutzen, muss man sich zuerst das Repo-File mittels

su-
cd /etc/yum.repos.d
wget http://repos.fedorapeople.org/repos/spot/chromium-stable/
fedora-chromium-stable.repo

herunterladen.

Falls man bereits das chromium Repository nutzt, sollte man dieses entweder deaktivieren oder die Repo-Datei löschen, damit yum nicht bei nächster Gelegenheit ein Update auf die unstable Version von Chromium durchführt. Zum Schluss muss man entweder die vorhandene Chromium Version mittels

su -c'yum erase chromium chromium-libs v8'

deinstallieren oder alternativ mittels

su -c'yum downgrade chromium chromium-libs v8'

ein Downgrade von Chromium durchführen.

Falls man bislang Chromium noch nicht installiert hat, kann man dies nun mittels

su -c'yum install chromium'

nachholen.