dnf bekommt protected_packages Plugin

Die kommende Version 0.5.3 von Fedoras zukünftigem Paketmanager dnf wird im dnf-plugnis-core Paket ein protected_packages Plugin mitbringen. Dieses Plugin wird u.a. verhindern, das man den aktuell gebooteten Kernel deinstalliert und seinem System dadurch den Todesstoß verpasst.

dnf: Metadaten vor jedem Update auffrischen

Dnf verfügt seit Version 0.5.2 über einen neuen Parameter –refresh, der die lokal gespeicherten Metadaten aktualisiert, sofern sie nicht mehr aktuell sind.

Wer also mit folgendem Befehl nach neuen Updates sucht, kann davon ausgehen, das immer die aktuellen Metadaten verwendet werden

su -c'dnf update --refresh'

Somit erspart man sich dank dieses sinnvollen Parameters den Aufruf von

su -c'dnf clean all'

vor jedem Update sowie den damit verbundenen kompletten Download aller Metadaten.

Pimp my dnf: DeltaRPM und fastestmirror Funktionen aktivieren

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Seit einiger Zeit verfügt Fedoras zukünftiger Standard-Paketmanager dnf über Support für deltarpms und beherrscht auch die fastestmirror Funktion, die bei yum noch mittels Plugin nachgerüstet werden musste, nativ.

Um diese beiden Features zu aktivieren, muss lediglich die dnf.conf mittels

su -c'nano /etc/dnf/dnf.conf'

editiert und um die folgenden beiden Zeilen ergänzt werden:

deltarpm=1
fastestmirror=1

Durch diese beiden Einstellungen sollten Updates und Paket-Installationen zukünftig nach zügiger als ohnehin schon vonstatten gehen.

libsolv und hawkey legen dnf lahm

Wer dnf als Paketmanager verwendet, wird wahrscheinlich momentan mit der Fehlermeldung

AttributeError: No such checksum.

konfrontiert, sobald man versucht, sein System auf dem aktuellen Stand zu halten.

Ursache dafür ist wohl eine Inkompatibilität zwischen libsolv 0.6 und hawkey 0.4.12.

Um das Problem zu beheben, hilft nur, kurzzeitig auf yum zurück zu greifen und hawkey mit Hilfe von yum zu aktualisieren:

su -c'yum update hawkey'

Anschließend sollte dnf wieder wie gewohnt funktionieren und die verbleibenden Updates ohne Probleme installieren.

PackageKit mit hawkey als Backend nutzen

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

In Fedora 21 wird PackageKit anstatt yum das auch von dnf verwendete hawkey als Backend nutzen und somit den für Fedora 22 geplanten Umstieg von yum zu dnf quasi einleiten.

Wer bereits heute schon das wesentlich schnellere hawkey als Backend verwenden möchte, kann das über folgende Schritte bewerkstelligen:

su -c'yum swap PackageKit-yum PackageKit-hawkey'
su -c'systemctl restart packagekit'

Anschließend kann man zur Sicherheit mittels

pkcon backend-details

kontrollieren, ob alles geklappt hat und PackageKit hawkey als Backend verwendet.

Da sich sowohl dnf als auch hawkey noch in der Entwicklung befinden, bitten die Entwickler um das Melden von gefundenen Problemen.

Pimp my dnf: Lebensdauer des Caches reduzieren

Dnf ist ein Fork des Fedora Paketmanagers yum, welcher yum wohl in Fedora 22 als Standardpaketmanager ablösen wird. Jedoch haben die dnf-Entwickler einige Standardwerte für Einstellungen implementiert, die von yums Standardwerten abweichen.

Ein gutes Beispiel ist der Standardwert für die Lebensdauer des Metadaten-Caches. Bei yum beträgt diese 6 Stunden, bei dnf ist der Wert auf 48 Stunden erhöht worden. Das bedeutet, das dnf standardmäßig nur alle 2 Tage neue Updates finden würde.

Ein möglicher Workaround wäre, vor jeder Suche nach neuen Updates mit dnf

su -c'dnf clean expire-cache'

auszuführen, und dnf so dazu zu zwingen, die Metadaten neu herunter zu laden.

Eine andere, wesentlich elegantere Möglichkeit ist, in die /etc/dnf/dnf.conf die folgende Zeile einzutragen:

metadata_expire=21600

Damit wird die Lebensdauer des Metadaten-Caches standardmäßig auf 6 Stunden (= 21.600 Sekunden) verkürzt und man spart sich das Löschen des Caches vor jeder Update-Suche.