Bash Historie deaktivieren

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wer die Bash Historie deaktivieren möchte, kann anstatt der hier vorgestellten Variante auch folgende Methode nutzen:

Zuerst wird das Schreiben in die .bash_history Datei in der .bashrc deaktiviert. Dazu wird selbige mittels

nano ~/.bashrc

geöffnet und folgende Zeile am Ende der Datei eingefügt:

unset HISTFILE
Möchte man die Bash Historie systemweit für alle Benutzer deaktivieren, muss diese Zeile in der /etc/bashrc am Ende eingetragen werden.

Nach einem Neustart des Terminals wird die vorhandene Historie gelöscht und eine leere .bash_history erstellt.

rm ~/.bash_history
touch ~/.bash_history
history -c

Der letzte der drei Befehle sorgt dafür, das der Zwischenspeicher der Bash geleert wird und somit keinerlei Daten vorhanden sind, die in die .bash_history geschrieben werden könnten.

Desktopsuche „Tracker“ deaktivieren

Seit Gnome 3.2 ist die Desktopsuche „Tracker“ sehr stark mit dem Gnome-Desktop verzahnt. Das führt jedoch auch dazu, das man Tracker teilweise aufgrund der Abhängigkeiten nicht entfernen kann, selbst wenn man den Gnome-Desktop nicht nutzt. Beispielsweise, wenn man Shotwell unter Xfce nutzen will.

Nichts desto trotz lässt sich Tracker durch folgende Kommandos zumindest deaktivieren

cp /etc/xdg/autostart/tracker* ~/.config/autostart/
echo "Hidden=true" >> ~/.config/autostart/tracker-miner-flickr.desktop
echo "Hidden=true" >> ~/.config/autostart/tracker-miner-fs.desktop
echo "Hidden=true" >> ~/.config/autostart/tracker-store.desktop

Nachdem man die oben genannten Kommandos ausgeführt hat, wird Tracker ab dem nächsten Login/Neustart nicht mehr gestartet.

Um ein versehentliches Starten von Tracker zu verhindern, empfiehlt es sich, das Paket tracker-ui-tools mittels

su -c'yum erase tracker-ui-tools'

zu deinstallieren.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Liste der zuletzt verwendeten Dateien deaktivieren

Um die Liste der zuletzt geöffneten Dateien diverser Programme zu deaktivieren, sind folgende Kommandos notwendig:

rm -f ~/.local/share/recently-used.xbel
touch ~/.local/share/recently-used.xbel
su -c'chattr +i /home/<Username>/.local/share/recently-used.xbel'

Während das erste Kommando die vorhandene Liste entfernt, legt Kommando Nr.2 eine leere Datei mit gleichem Namen an, welche durch das letzte Kommando vor sämtlichen Veränderungen geschützt wird.

Zukünftig bleiben die Listen der zuletzt geöffneten Dateien leer 😉

wicd anstatt NetworkManager verwenden

Wer z.B. unter Xfce anstatt des NetworkManager lieber den schlanken wicd nutzen möchte, muss im Grunde nur folgende Schritte beachten:

Zuerst wird wicd aus dem Fedora Repository mittels

su -c'yum install wicd wicd-gtk'

installiert. Anschließend muss der Dienst noch aktiviert werden, was nur als root erledigt werden kann. Dazu sind folgende Kommandos nötig

su -
systemctl enable wicd.service
systemctl start wicd.service

Nun kann wicd über das grafische Frontend konfiguriert werden. Um schlussendlich den NetworkManager zu deaktivieren, sind folgende Kommandos notwendig

su -
systemctl stop NetworkManager.service
systemctl disable NetworkManager.service

Fortan werden die Netzwerkverbindungen von wicd anstatt NetworkManager verwaltet.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Xfce: gnome-sound-applet deaktivieren

Wer seinen Desktop von Gnome auf Xfce migriert, der hat zunächst unter Xfce auch das Gnome-Sound-Applet, dessen schwarzes Icon unter Xfce wie ein Fremdkörper wirkt. Sofern das Paket control-center nicht entfernt werden kann, da z.B. gnome-bluetooth noch benötigt wird, hilft folgende Anleitung, das Applet los zu werden.

Um das gnome-sound-applet zu deaktivieren, muss zuerst der entsprechende Eintrag in den gnome-session-properties deaktiviert werden. Anschließend muss noch folgendes Kommando in einer Shell ausgeführt werden, um zukünftig den Start des Applets zu unterbinden:

echo "Hidden=true" >> ~/.config/autostart/gnome-sound-applet.desktop

Ab dem nächsten Neustart des Systems sollte das Applet nicht mehr gestartet werden. Wer nicht so lange warten möchte, kann das Applet mittels

killall gnome-sound-applet

beenden und hat fortan Ruhe.

GDM AutoLogin unter XFCE aktivieren

Den automatischen Login des GDM kann man als Gnome-User relativ einfach über die Gnome-Systemeinstellungen aktivieren oder deaktivieren. Wer jedoch z.B. XFCE nutzt, schaut erst einmal in die Röhre, da es dort anscheinend kein Konfigurationswerkzeug für den GDM gibt.

Um jedoch den automatischen Login zu aktivieren, muss lediglich die custom.conf, welche unter /etc/gdm zu finden ist, ein wenig ergänzt werden

su -c'nano /etc/gdm/custom.conf'

Im Abschnitt [daemon] sind lediglich die beiden Zeilen

AutomaticLoginEnable=true
AutomaticLogin=<username>

einzufügen. Wobei für <username> der Benutzername, der automatisch angemeldet werden soll, einzusetzen ist 😉

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Twitter in Chrome/Chromium öffnen

Seit einiger Zeit kann es vorkommen, das sich das Webinterface von Twitter nicht mehr mit Chrome bzw. Chromium 11 und 12 öffnen lässt. Ursache des Problems scheint SELinux zu sein. Um das Problem zu lösen kann man entweder SELinux komplett deaktivieren1 oder man stellt die SELinux-Contexte der Dateien im eigenen Home-Verzeichnis wieder her.

Dazu müssen lediglich die folgenden Kommandos ausgeführt werden:

su - 
restorecon -R -v /home

Dieser Artikel wurde aus dem Blog von Xenode Systems übernommen und ins Deutsche übersetzt.

  1. nicht empfehlenswert []