Liste der zuletzt verwendeten Dateien deaktivieren

Um die Liste der zuletzt geöffneten Dateien diverser Programme zu deaktivieren, sind folgende Kommandos notwendig:

rm -f ~/.local/share/recently-used.xbel
touch ~/.local/share/recently-used.xbel
su -c'chattr +i /home/<Username>/.local/share/recently-used.xbel'

Während das erste Kommando die vorhandene Liste entfernt, legt Kommando Nr.2 eine leere Datei mit gleichem Namen an, welche durch das letzte Kommando vor sämtlichen Veränderungen geschützt wird.

Zukünftig bleiben die Listen der zuletzt geöffneten Dateien leer 😉

Orage mit dem Google Kalender synchronisieren

Die Xfce Kalender-Anwendung Orage bietet zwar keine direkte Funktion zur Synchronisation mit dem Google Kalender, jedoch kann man die Fremddateien-Funktion für diese Zwecke relativ einfach zweckentfremden und zumindest eine rudimentäre Synchronisation verwirklichen. Dafür machen wir uns den Umstand zu Nutze, das Google für jeden Kalender, den man selber angelegt hat, eine private URL zur Verfügung stellt.

Um die Synchronisation zu realisieren, erstellen wir zuerst ein Shell-Script nach folgendem Muster

#! /bin/bash
/usr/bin/wget -q <private URL>

um den Kalender im nächsten Schritt per Crontab herunter zu laden.

Um den Kalender stets aktuell zu halten, legen wir über

crontab -e

einen zusätzlichen Crontab nach folgendem Muster an:

*/30 * * * * <pfad zum shellscript>

In diesem Fall wird die Kalender-Datei alle 30 Minuten heruntergeladen, was normalerweise ausreichend sein sollte. Im letzten Schritt öffnen wir nun Orage und fügen unter Datei > Tauschdaten > Fremddateien unsere Google-Kalenderdatei zu Orage hinzu.

 

Encfs einrichten und nutzen

Wer auf seinem Rechner Daten nicht für jeder Mann auffindbar oder in der Cloud (Dropbox etc) speichern möchte und sichergehen will, das nur er auf die Daten zugreifen kann, sollte einen Blick auf Encfs werfen.

Um encfs nutzen zu können, muss zuerst das entsprechende Fuse-Modul installiert werden

su -c'yum install fuse-encfs'

Nachdem die Installation abgeschlossen ist, muss als nächstes das encfs-Verzeichnis sowie der notwendige Mount-Punkt angelegt werden

mkdir ~/.geheim && mkdir ~/Dokumente/Privat1

Im vorletzten Schritt erstellen wir einen neuen verschlüsselten Datenträger

encfs ~/.geheim ~/Dokumente/Privat

Nachdem die Konfiguration abgeschlossen und das Passwort vergeben wurde, werden alle Dateien, die in ~/Dokumente/Privat abgelegt werden, im Hintergrund auf dem verschlüsselten Datenträger unter ~/.geheim gespeichert und sind nur sichtbar, solange der verschlüsselte Datenträger gemountet ist. Ansonsten ist ~/Dokumente/Privat ein ganz normales Verzeichnis ohne Inhalt.

Um unseren verschlüsselten Datenträger auszuhängen, geben wir

fusermount -u ~/Dokumente/Privat/

ein und schon sind unsere privaten Daten wieder privat.

  1. Selbstverständlich können die Verzeichnisse auch anders benannt werden []

Dateien schnell durchsuchen

Wer schnell eine große Anzahl Textdateien nach einer bestimmten Zeichkette durchsuchen will, kann das relativ einfach mit Hilfe von grep erledigen. Dazu geben wir im Terminal einfach

grep -lir <suchbegriff> <dateimaske>

ein. Wobei <suchbegriff> das zu suchende Wort oder der zu suchende Begriff ist. Wenn eine Zeichenkette aus mehreren Worten gesucht wird, muss diese mit Anführungszeichen umschlossen werden. <dateimaske> ist entweder nur der Dateiname oder eine Maske (z.B. *.txt) ggf. mit vorangestelltem Pfad. Durch den Parameter „r“ durchsucht grep das angegeben Verzeichnis rekursiv, d.h. inklusive der Unterverzeichnisse. Wird kein Pfad angegeben, wird das aktuelle Verzeichnis rekursiv durchsucht.

Nachdem grep seine Arbeit vollendet hat, werden alle Dateien, die den Suchbegriff enthalten, aufgelistet.

Twitter in Chrome/Chromium öffnen

Seit einiger Zeit kann es vorkommen, das sich das Webinterface von Twitter nicht mehr mit Chrome bzw. Chromium 11 und 12 öffnen lässt. Ursache des Problems scheint SELinux zu sein. Um das Problem zu lösen kann man entweder SELinux komplett deaktivieren1 oder man stellt die SELinux-Contexte der Dateien im eigenen Home-Verzeichnis wieder her.

Dazu müssen lediglich die folgenden Kommandos ausgeführt werden:

su - 
restorecon -R -v /home

Dieser Artikel wurde aus dem Blog von Xenode Systems übernommen und ins Deutsche übersetzt.

  1. nicht empfehlenswert []

Fedora 15: Entf-Taste funktioniert in Nautilus nicht

Seit dem Update auf Gnome3 scheint im Dateimanager Nautilus die Entf-Taste zu Löschen von Dateien/Ordnern nicht mehr zu funktionieren. Umschalt + Entf funktioniert komischerweise sehr wohl und löscht das ausgewählte Objekt auch unwiederbringlich, nach dem man die Rückfrage mit „Ja“ beantwortet hat. Um jedoch ein Objekt in den Papierkorb zu verfrachten, muss man dies entweder per Drag&Drop machen oder im Kontextmenü des Objektes den Punkt „In den Müll verschieben“ auswählen.

Das Problem ist bereits im Bugzilla gemeldet, jedoch scheint sich momentan niemand darum zu kümmern.

Nachtrag: Anscheinend haben die Gnome-Entwickler während der Entwicklung von Gnome3 die Funktion zum Löschen von Objekten von der Entf-Taste auf die Tastenkombination STRG+Entf umgelegt. Es existiert jedoch ein Bugreport, das diese Änderung rückgängig gemacht werden soll, da sie verwirrend ist und das ursprüngliche Verhalten intuitiver war.

bash-History automatisch löschen

Standardmäßig speichert die Bash alle eingegebenen Kommandos in der Datei .bash_history so das man alle eingegebenen Kommandos einfach mit den Pfeil-Auf- und -Ab-Tasten durchblättern und erneut ausführen kann. Wer jedoch möchte, das die Kommandos, die er in der bash ausgeführt hat, nicht gespeichert werden, muss lediglich folgende Kommandos ausführen:

rm -f ~/.bash-history
ln -sf /dev/null ~/.bash_history

Diese beiden Kommandos sorgen dafür, das die vorhandene History gelöscht und anschließend ein Soft-Link mit dem Namen .bash_history erstellt wird, der auf das Null-Device von Linux verweist. Somit landet ab sofort alles, was in die .bash-history geschrieben werden soll, stattdessen in /dev/null. Einfach und effektiv 😎