GFeedline – schlanker Twitter- und Facebook-Client

Wem Gwibber zu überladen ist oder wer generell auf der Suche nach einem schnellen und schlanken Client für Twitter und/oder Facebook ist, sollte einen Blick auf GFeedline werfen. Trotz seiner minimalistischen GUI ist GFeedline ein sehr mächtiger Client, der sowohl die Mehrspaltige Darstellung beherrscht.

Neben der Fähigkeit, die Ausgabe der Tweets/Statusmeldungen durch Themes selber optisch zu gestalten, kann man Filter definieren, um Inhalte anhand bestimmter Kriterien (Inhalt, Sender oder Quelle) herauszufiltern. Als Besonderheit, kann man den Filtern ein Ablaufdatum zuweisen. Sobald dieses abgelaufen ist, wird der jeweilige Filter automatisch gelöscht.

  

GFeedline bekommt man entweder bei Vinzv (momentan nur Pakete für Fedora 17) oder bei mir.

Kennt Ihr auch ein interessantes Programm, das wir hier im Blog vorstellen sollten? Dann sagt uns Bescheid oder schreibt einen Gastbeitrag für uns.

Fedora und Facebook

Ich bin vermutlich nicht der einzige, der sich täglich in sozialen Netzwerken tummelt. Gerade als heavy-user schätzt man einen dedizierten Client, der optimalerweise mehrere Netzwerke unterstützt und sich in den Desktop einpasst. Nachdem ich auch Facebook so verwenden will, bleiben mir für Linux nicht gerade viele Alternativen.

Gwibber war früher die erste Wahl und gerade in Ubuntu 9.04 und 10.04 hat es auch ausgezeichnet funktioniert. Dort haben dann aber die Probleme mit Facebook angefangen. Nach einiger Zeit Absenz habe ich es wieder probiert und musste feststellen, dass der Facebook-Support jetzt komplett kaputt ist. Die Authentifizierung funktioniert wunderbar, allerdings werden weder Nachrichten empfangen, noch gesendet. So wie es aussieht, ist den Gwibber-Entwicklern der Bug bereits vor Monaten gesendet worden. Ein Grund für die Fehlfunktion wird wohl sein, dass Gwibber in Fedora die Facebook-App fedora-gwibber und nicht die „offizielle“ Gwibber-App von Facebook benötigt – wieso auch immer. Fedora-Gwibber erteilt nicht die Rechte, um auf die Wall schreiben und die Wall lesen zu können, da kanns wohl nicht funktionieren.

Bisher hat Tweetdeck als Chromium-Extension immer gut funktioniert. Jetzt ist der Facebook-Support kaputt. Der News-Feed wird zwar angezeigt und neue Postings können erstellt werden, allerdings sind alle anderen Funktionen gestrichen worden. Absicht oder keine? Der zeitliche Zusammenhang mit dem Kauf durch Twitter lässt einen eindeutigen Schluss erahnen.

Yoono als Standalone-App/Plugin für Firefox kommt bei mir unter Windows zum Einsatz, dort funktioniert die Desktop-Integration der Standalone-App sehr gut – unter Linux/Gnome 3 scheint die Integration überhaupt nicht zu funktionieren. Das Mozilla-Plugin funktioniert zwar, aber ich war noch nie ein Freund von Browserlösungen, da viel zu unflexibel.

Was ist los mit den Gwibber-Leuten? Vor allem, was ist mit den Mainteinern bei Redhat? Gwibber war mal wirklich ein vernünftiger Client. Ich kann mir bei Gott nicht vorstellen, dass niemand Fedora in Gwibber verwendet. Von außen sieht es so aus, als ob man immer noch mit dem Versionssprung auf 3.x beschäftigt ist. Es wäre sehr schade, wenn der einzige wirklich vernünftige Client vor die Hunde geht.

Übrigens: Wenn irgendjemand eine wirklich gute Alternative  für einen Twitter/Facebook/Statusnet-Client hat, ich bin immer für Vorschläge offen.

mpd für den lokalen Einsatz konfigurieren

Der Music Player Daemon (mpd) ist eine interessante Alternative zu Musikplayern, wie z.B. exaile oder rhythmbox. Da der Einsatz von mpd als Service einigen Aufwand mit der Anpassung von Berechtigungen erfordern würde, möchte ich kurz aufzeigen, wie man mpd so einrichtet, das er lokal innerhalb einer Sitzung ausgeführt wird.

Zuerst einmal müssen wir mpd sowie einen passenden Client, wie z.B. sonata installieren. Da mpd Bestandteil der rpmFusion Repositories ist, müssen diese eingerichtet sein, um fortfahren zu können.

su -c'yum install mpd sonata'

Nachdem mpd installiert wurde, legen wir zuerst den Service still, um nicht später mit irgendwelchen Konflikten zu kämpfen zu haben:

su -c'systemctl stop mpd.service&&systemctl disable mpd.service'

Als nächstes erstellen wir die von mpd benötigten Verzeichnisse sowie die Konfigurationsdatei

mkdir -p ~/.mpd/playlists
nano ~/.mpdconf

Die Konfigurationsdatei sollte wie folgt aussehen:

port                    "6600"
music_directory         "~/Musik/"
playlist_directory      "~/.mpd/playlists"
db_file                 "~/.mpd/mpd.db"
log_file                "~/.mpd/mpd.log"
bind_to_address         "127.0.0.1"
mixer_type              "software"
#user                    ""
pid_file                "~/.mpd/pid"
state_file              "~/.mpd/state"
sticker_file            "~/.mpd/sticker"

audio_output {
        type    "pulse"
        name    "PulseAudio"
        #server  "localhost"   # optional
        #sink    "alsa_output" # optional
}

Als Wert für die Option „user“ sollte der eigene Benutzername eingetragen werden, damit sichergestellt ist, das mpd auf den in der Option „music_directory“ hinterlegten Pfad zugreifen kann.

Um sicherzugehen, das es keine Probleme beim Start von mpd gibt, führen wir folgenden Befehl in einem Terminal aus

mpd -v --stdout

Sofern keine Fehlermeldungen erscheinen, können wir unseren mpd-Client starten, uns mit dem lokalen mpd verbinden und wie gewohnt Musik hören. Sollten irgendwelche Fehlermeldungen im Terminal erscheinen, können wir mpd mittels

mpd --kill

beenden und sobald die Ursache des Problems behoben ist, können wir mpd neu starten. Falls keine neuen Fehlermeldungen mehr erscheinen, kann das Terminal geschlossen werden, da mpd als lokaler Daemon im Hintergrund weiter ausgeführt wird.

Zu guter Letzt müssen wir nur noch dafür sorgen, das mpd automatisch zu Beginn jeder Sitzung gestartet wird, indem wir den entsprechenden Befehl in den Sitzungeinstellungen hinterlegen.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Update-Benachrichtigungen unter Xfce4 nachrüsten

Um die fehlenden Update-Benachrichtigungen unter Xfce nach zurüsten, ist ein kleiner Trick nötig.

Zuerst kopieren wir das Script yumnotifier aus Matty’s Blog. Es empfiehlt sich jedoch, die Zeile

if [ -s ${WORK} ]

durch

if [ $? -ne "0" ]

zu ersetzen, damit auch tatsächlich nur dann eine Benachrichtigung erzeugt wird, wenn neue Updates vorhanden sind. Darüber hinaus muss noch in der Zeile

ADMIN="matty"

„matty“ durch den eigenen Benutzernamen ersetzt werden. Als nächstes machen wir das Skript mittels

chmod +x <Skript>

ausführbar und legen für den Benutzer root einen Crontab an, der das Skript stündlich ausführt.

su -
chrontab -e

der Crontab selber sieht wie folgt aus:

0 * * * * <Pfad zum Skript>

Um die Benachrichtigungen lesen zu können, legen wir zum Schluss in unserem Mail-Client ein zusätzliches Mail-Konto für Unix-Movemails an. Fortan werden wir auch unter Xfce4 wieder regelmäßig über neue Updates informiert.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Turpial 1.5 für Fedora

Im Kojii Build-System von Fedora sind Pakete von Turpial 1.5 für Fedora 14, 15 und 16 (Rawhide) vorhanden. Wer nicht warten möchte, bis diese in den offiziellen Repositories landen, kann das für seine Fedora-Version passende Paket direkt aus Kojii heraus installieren:

su -c'yum localinstall http://kojipkgs.fedoraproject.org/packages/\
turpial/1.5.0/1.fc15/noarch/turpial-1.5.0-1.fc15.noarch.rpm

Thunderbird zur Kommunikationszentrale machen

Um aus dem Mail- und News-Client Thunderbird eine mehr oder weniger vollwertige Kommunikationszentrale zu machen, benötigt man lediglich mindestens 3 AddOns.

Um z.B. den Google- oder Facebook1 -Kalender in Thunderbird einzubinden benötigt man zuerst einmal das Lightning Addon. Für den Zugriff auf Google Kalender wird zusätzlich noch der „Provider für Google Kalender“ benötigt.

Um jetzt auch noch Facebook und Twitter in Thunderbird einzubinden, wird das Addon „Custom Buttons“ benötigt. Nach der Installation des Addons und einem Neustart von Thunderbird kann man über Ansicht -> „Schaltfläche hinzufügen …“ beliebig viele Schaltflächen erstellen und anschließend über den Anpassen-Dialog zu Toolbar von Thunderbird hinzufügen.

Custom Buttons Dialog
Custom Buttons Dialog

Um beispielsweise einen Button zu erstellen, der Twitter in einem neuen Thunderbird-Tab öffnen, muss man einen neuen Button erstellen, in Register Code

Components.classes['@ mozilla.org/appshell/window-mediator;1'].
getService(Components.interfaces.nsIWindowMediator).
getMostRecentWindow("mail:3pane").document.getElementById("tabmail").
openTab("contentTab",{contentPage: "https://twitter.com"});

eintragen (ohne Zeilenumbrüche und Leerzeichen nach dem @) und den Button speichern. Für Facebook und andere Seiten verfährt man genau so, nur das man die URL (fett hervorgehoben) entsprechend anpasst.

Der Beispiel-Code funktioniert jedoch nicht bei identi.ca und Google Reader. Falls jemand einen funktionierenden Code beisteuern kann, möge er sich bitte melden.

  1. Veranstaltungen oder Geburtstage der Kontakte []

Turpial – schlanker Twitter-Client

Turpial ist ein schlanker, in Python geschriebener, Twitter-Client. Der Client kann wahlweise in der klassischen Einspalten- als auch in eine Mehrspalten-Ansicht genutzt werden und bietet darüber hinaus noch diverse weitere Einstellungsmöglichkeiten. Die Nutzung mit mehreren Twitter-Accounts ist jedoch nicht möglich.

Zu den unterstützen Extra Twitter-Featuers zählen Retweet (alt und neu), Direkt-Nachrichten, als Favorit markieren und Entfolgen.

Negativ fällt in meinen Augen jedoch auf, das der Client, genau so wie Echofon für Firefox, mit den angegebenen Login-Daten ungefragt eine OAuth-Autorisierung bei Twitter hinterlegt, anstatt den Benutzer danach zu fragen.

Da Turpial (noch?) nicht in den offiziellen Fedora-Repositories enthalten ist, muss man das rpm manuell von der Projektseite herunterladen und installieren.