Schwerer Bug in reinstall Funktion von dnf entdeckt

In dnf Version 1.1.9, genauer gesagt in der reinstall Funktion, ist ein schwerer Fehler entdeckt worden, der zur Folge hat, das Pakete, die mittels reinstall neu installiert wurden, später von der autocleanup Funktion von dnf nicht als überflüssig erkannt werden können. Da es momentan für den Fehler auch keinen Workaround gibt, kann man momentan nur dringend davon abraten, die reinstall Funktion von dnf zu verwenden.

Angesichts eines so gravierenden Fehlers in einer wichtigen Kernkomponente von Fedora fragt man sich dann doch schon, ob dnf tatsächlich schon für den produktiven Einsatz bereit ist und ob sich die Entwickler darüber im klaren sind, was für eine verantwortungsvolle Aufgabe sie haben und was für gravierende Folgen es haben kann, wenn sie fehlerhafte Versionen von dnf veröffentlichen.

Nerviger dnf-PackageKit-Bug endlich gefixt

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Seit einiger Zeit gab es einen extrem nervigen Bug im Zusammenspiel zwischen dnf und PackageKit, der dafür sorgte, das dnf autoremove Pakete, die über PackageKit installiert wurden als nicht mehr benötigt ansah und deinstallieren wollte.

Wenn man da nicht aufgepasst hat, konnte man sein System auf diesem Weg sehr schnell und elegant über den sprichwörtlichen Jordan befördern.

Glücklicherweise wurde der Bug endlich in der beiden Programmen zugrunde liegenden libhif Version 0.2.2-3 gefixt, die auch bereits als Update verteilt wird. Wer sicher gehen möchte, das er die von dem Fehler bereinigte Version der libhif nutzt, kann dies einfach im Terminal über

rpm -q libhif

herausfinden.

Um das Problem jedoch auch für bereits installierte Pakete zu beheben, muss zusätzlich noch im Terminal folgendes Kommando ausgeführt werden:

rpm -qa --qf '%{NAME}\n' | xargs sudo dnf mark install

Durch diesen Befehl werden alle installierten Pakete als vom Benutzer installiert markiert, was unter Umständen dazu führen kann, das einige Pakete, die eigentlich nicht mehr benötigt werden, trotzdem installiert bleiben. Alles in allem dürfte dieser „Overhead“ jedoch sehr gering und somit zu wohl für die Allermeisten von uns zu verschmerzen sein.

gepatchte Version von gnome-tweak-tool verfügbar

Ich habe vor einiger Zeit darüber berichtet, das gnome-tweak-tool Probleme mit GTK3 Themes hat, die mehrere Versionen von GTK3 unterstützen und das einen Patch gibt, der das Problem behebt.

Damit das Problem auch in Fedora möglichst zügig behoben wird, habe ich deshalb auch den Bug 1321682 im Fedora-Bugtracker anglegt. Da es jedoch bislang keinerlei Reaktion von Seiten des Paket-Maintainers bei Fedora gibt, habe ich heute ein COPR angelegt, welches eine gepatchte Version des gnome-tweak-tool für Fedora 24 und Rawhide bereitstellt.

Sobald es von Fedora ein gepatchtes gnome-tweak-tool Paket gibt, werde ich mein COPR löschen, da es nur eine Übergangslösung für betroffene Fedora-Anwender darstellen soll!

GTK-Theme per Terminal ändern

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Das Gnome-Tweak-Tool hat momentan noch Probleme damit, wenn ein Theme mehrere Versionen von GTK3.0 unterstützt. In dem Fall wird unter Erscheinungsbild / GTK+ das Theme schlicht und einfach nicht angezeigt.

Zwar wurde der Fehler vom Gnome-Projekt vor einigen Tagen behoben, jedoch dürfte es wohl noch ein wenig dauern, bis es entsprechende Updates für die einzelnen Fedora Releases gibt. Bis dahin kann man sich mit dem gsettings Kommando behelfen und das gewünschte Theme mittels

gsettings set org.gnome.desktop.interface gtk-theme "CoolesTheme"

einstellen. Natürlich muss man CoolesTheme durch den Namen des gewünschten Themes ersetzen, damit das Ganze funktioniert 😉 Unter Umständen muss man sich anschließend noch einmal Aus- und wieder Einloggen, falls einige Anwendungen das neue Theme nicht vollständig nutzen.

Tester für Firefox und GTK3 gesucht

Momentan scheint es einige Probleme mit Firefox und GTK3 zu geben. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, bittet Martin Stransky alle testwilligen User um ihre Mithilfe.

Um sich an der Fehlersuche zu beteiligen, muss zuerst das aktuelle Update für Firefox (Fedora 22 / Fedora 23) installiert sein. In dieser Version werden Abstürze von Firefox nicht mehr an Mozilla, sondern mittels ABRT an Fedora gemeldet.

Damit die Fehlermeldung mittels ABRT funktioniert, muss anschließend noch Firefox aus der ABRT-Blacklist entfernt werden. Dazu muss die Datei /etc/abrt/abrt-action-save-package-data.conf mittels

su -c'nano /etc/abrt/abrt-action-save-package-data.conf'

bearbeitet und die Zeile

BlackList = nspluginwrapper, valgrind, strace, mono-core, firefox, bash

in

BlackList = nspluginwrapper, valgrind, strace, mono-core, bash

geändert werden.

Die veröffentlichten News werden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Eine Garantie für die Vollständigkeit und/oder Richtigkeit wird nicht übernommen.

Fedora 23: Evolution löscht Mail aus IMAP-Accounts teilweise nicht

Wer unter Fedora 23 momentan mit dem Problem zu kämpfen hat, das Evolution anscheinend keine Mails mehr aus IMAP-Accounts löscht, hat glücklicherweise 2 Optionen:

  1. Auf Evolution 3.17.92 warten, welches den Fix für dieses Problem enthält
  2. Ein Test-Paket, welches den Fix enthält und die Zeit bis 3.17.92 überbrückt, installieren.

Wer sich nicht sicher ist, ob er von dem Problem betroffen ist, der muss in Evolution nur eine Mail aus einem IMAP-Account löschen, in einen anderen Ordner und wider zurück wechseln. Sollte die eigentlich gelöschte Mail jetzt wieder erscheinen, dann ist man von dem Problem betroffen und hat die beiden oben genannten Optionen zur Wahl.

Fedora 22: Firefox crasht bei HTML5-Videos [Update]

Wenn Firefox neuerdings bei der Wiedergabe von HTML5-Videos (z.B. auf YouTube) abstürzt, dann sollte man nachschauen, ob die Pakete gstreamer1-vaapi oder gstreamer1-libav installiert sind und diese ggf. deinstallieren, bis das Problem behoben ist.

Update: Die Ursache des Problems scheint das Paket gstreamer1-plugins-bad-freeworld zu sein, welches man anstelle von gstreamer1-vaapi und gstreamer1-libav deinstallieren kann, um das Problem bis zu seiner Lösung zu umgehen.