kein neues Standard-Dateisystem für Fedora 16

Wie Josef Bacik heute auf der Fedora-Devel-Liste verkündet hat, wird der Plan, btrfs zum neuen Standard-Dateisystem von Fedora zu machen, verworfen. Zur Begründung heißt es, das btrfs noch nicht stabil genug sei und das die vom Fesco aufgestellten Kriterien für einen Wechsel des Standard-Dateisystems noch nicht erfüllt werden.

Btrfs wird Standard in Fedora 16

„Alles ist in Butter.“

Natürlich muss ein Artikel über das Dateisystem btrfs („Butter FS“) mit einem flauen Wortspiel aus dem Bereich der Milchprodukte beginnen. Natürlich. Dabei hat das recht junge Dateisystem diese schlechten Witze gar nicht verdient, wird es doch als Nachfolger für Ext3/4 gehandelt. Diese werden momentan als Standard in allen großen Distributionen eingesetzt, haben momentan also noch einen Vorsprung.

Dieser Vorsprung ist im vergangenen Jahr stärker unter Bedrängnis gekommen, bieten doch neben Fedora auch Ubuntu und OpenSUSE in ihren aktuellen Versionen bereits bei der Installation an, btrfs einzusetzen – wenn auch nicht als Standard. Mit einem Blick auf die Fähigkeiten des Dateisystems, ist diese Entwicklung auch nachvollziehbar:

  • Datenkompression (mit zlib und lzo)
  • integriertes RAID
  • internes inkrementelles Backup
  • Partitionsgrößen im Livebetrieb ändern
    (Weitere siehe Wikipedia)

Hier setzen nun die Entwickler an: Josef Bacik kündigte auf der devel-Mailingliste an, man wolle als erste Distribution das moderne Dateisystem als Standard für root-Partitionen einsetzen. Zusätzlich solle das Subvolume Management von btrfs den bisherigen Volume Manager LVM ersetzen. Geplant sei dies mit Fedora 16, das im November 2011 erscheinen wird.

Welches Dateisystem verrichtet denn auf eurer Festplatte seinen Dienst? Werdet ihr in absehbarer Zeit wechseln?