Chromium unter Fedora 16 nutzen

Tom „Spot“ Callaway stellt in seinem persönlichen Repository zwar Chromium Builds für Fedora 16 bereit, jedoch erhält man beim Start im Terminal folgende Fehlermeldung

execv failed: Permission denied

Um das Problem zu lösen, muss der SELinux Kontext für die Chromium Sandbox korrigiert werden. Das geschieht über folgenden Befehl

su -c'chcon -t textrel_shlib_t /usr/lib/chromium-browser/chrome-sandbox'

Anschließend lässt sich Chromium wieder ganz normal starten.

Fedora 16 mit Gnome 3.2 – erste Eindrücke

Das nächste Fedora-Release wurde vor einer Woche in der Betaversion freigegeben. Anlass für mich, die KDE-Distro von der Platte zu fegen und durch das neue Gnome 3.2 zu ersetzen.

Ich selbst verwende Gnome 3.0 seit der Fedora 15 Beta auf dem Laptop und bin scheinbar die Ausnahme – viele eingesessene Gnome sind ins XFCE-Exil gegangen. Gnome 3.2 als nächstes stabiles Release könnte einige zurücklocken – bevor aber bittere Tränen der Enttäuschung fließen, möchte ich hier versuchen, einen tieferen Eindruck zu vermitteln, was sich in einem halben Jahr bei dem Gnome-Projekt wirklich getan hat.

Natürlich gilt auch für diese Betaversion, dass sie zwar Feature-complete, aber noch nicht bug-free sind. Ich habe während dieses Schnelltests einige gravierende Fehler gefunden.

Wie sieht es für die XFCE-Exilanten und die Gnome-2-Hardliner aus? Kurz: Bleibt dabei. Wer die lange Version unbedingt haben will, darf sich das hier durchlesen.

„Fedora 16 mit Gnome 3.2 – erste Eindrücke“ weiterlesen

Prototyp von LibreOffice Online

Die Document Foundation hat auf ihrer Konferenz in Paris den Prototyp eine Version von LibreOffice gezeigt, die vollständig im Browser läuft. Ein Video dieser Präsentation gibt es bei YouTube

Ferner würde auf der Konferenz bekanntgegeben, das auch an LibreOffice Versionen für Android und iOS gearbeitet wird.

Flash Plugin v11 ist unbrauchbar [Update]

Zumindest auf meinem Fedora 16 System habe ich mit folgenden Problemen beim Flash Player 11 zu kämpfen:

  • Der Browser friert immer wieder beim Laden von Webseiten für gefühlt eine Minute oder länger ein
  • Die Wiedergabe von YouTube Videos funktioniert gar nicht

Als Übergangslösung, bis Adobe eine brauchbare Version des Plugins bereitstellt, habe ich Gnash installiert. Damit funktionieren wenigstens die YouTube Videos wieder.

Update

Es scheint so, als ob es sich hierbei um ein Problem mti SELinux handelt. Zumindest existiert ein entsprechender Bugzilla-Eintrag für diese Problem.

Update 2

Das Problem lässt sich bis zum Update der SELinux Policies durch folgendes Kommando selber beheben:

su -c'chcon -t textrel_shlib_t '/usr/lib/flash-plugin/libflashplayer.so''

System entrümpeln: nspluginwrapper

Wer ein 32bit System besitzt und Firefox für den Zugriff auf das Internet nutzt, kann das Plugin nspluginwrapper bedenkenlos entfernen, sofern es bei ihm installiert ist.

Um das Plugin zu entfernen, ist lediglich folgendes Kommando nötig

su -c'yum remove nspluginwrapper'

Falls jedoch (auch) andere Browser wie z.B. Epiphany genutzt werden, kann es durchaus sein, das nach der Deinstallation von nspluginwrapper Flash und andere Plugins nicht mehr funktionieren. Zumindest Epiphany greift auch auf 32bit Systemen auf nspluginwrapper zurück, um das Flash-Plugin zu nutzen. In diesem Fall muss nspluginwrapper wieder installiert werden.

inoffizielles yum-Repository für Opera

Opera stellt seinen beliebten Browser zwar als rpm zum Download bereit, jedoch muss man diesen dann selber von Hand aktualisieren, sobald es eine neue Version gibt.

Wer diesen Aufwand scheut, dem sei das Repository von Matthias Summer nahe gelegt. Nachdem das Repository mittels

su -
cd /etc/yum.repos.d
wget http://www.beduine.de/repository/beduine.repo

installiert ist, kann man Opera einfach über die Paketverwaltung mittels

su -c'yum install opera'

installieren werden. Fortan wird man automatisch mit der jeweils aktuellsten Version aus dem Repository versorgt.

Kurztipp: Standardbrowser unter Linux

Wie so oft gibt es unter Linux mehrere Wege für die selbe Aufgabe. Die folgenden Methoden legen den Standardbrowser für dein System fest:

  • Mit root/sudo-Rechten
    update-alternatives --verbose --config x-www-browser

    ausführen

  • In die Datei .bashrc die Zeile
    export BROWSER=/usr/bin/x-www-browser

    einfügen

  • Mit dem grafischen Tool deines Desktops, unter GNOME bspw. “Bevorzugte Anwendungen”
  • Mit GNOMEs CLI-Tool gconftool-2 und folgenden Zeilen:
    gconftool-2 -t string -s /desktop/gnome/url-handlers/http/command 'x-www-browser %s'
    gconftool-2 -t string -s /desktop/gnome/url-handlers/https/command 'x-www-browser %s'
    gconftool-2 -t string -s /desktop/gnome/applications/browser/exec "x-www-browser %s"