Chromium ist bald offizieller Bestandteil von Fedora

Was lange währt, wird endlich gut: Der Review-Request für Chromium, hat heute endlich das Flag „fedora‑review+“ für ein positiv abgeschlossenes Review bekommen, womit einer Aufnahme der Chromium-Pakete in die Fedora Repositories im Grunde nichts mehr im Wege steht.

Somit dürfte es zukünftig nicht mehr nötig sein, Chromium aus Drittquellen wie COPR oder Fremd-Repositories, bei denen man im Grunde auch immer auf die Redlichkeit der Anbieter vertrauen muss, zu installieren.

Die veröffentlichten News werden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Eine Garantie für die Vollständigkeit und/oder Richtigkeit wird nicht übernommen.

End Of Life für Fedora 22 ist am 19.07.2016!

Gemäß dem Fedora Lifecycle wird der Support für vorletzte Fedora Version (N-1) einen Monat nach dem Erscheinen einer neuen Version (N+1) eingestellt. Somit endet der Support für Fedora 22 am 19. Juli 2016.

Ab diesem Datum wird es keine weiteren Updates mehr für Fedora 22 geben und allen Nutzern von Fedora 22 wird dringend geraten, auf Fedora 23 oder 24 umzusteigen.

Schwerer Bug in reinstall Funktion von dnf entdeckt

In dnf Version 1.1.9, genauer gesagt in der reinstall Funktion, ist ein schwerer Fehler entdeckt worden, der zur Folge hat, das Pakete, die mittels reinstall neu installiert wurden, später von der autocleanup Funktion von dnf nicht als überflüssig erkannt werden können. Da es momentan für den Fehler auch keinen Workaround gibt, kann man momentan nur dringend davon abraten, die reinstall Funktion von dnf zu verwenden.

Angesichts eines so gravierenden Fehlers in einer wichtigen Kernkomponente von Fedora fragt man sich dann doch schon, ob dnf tatsächlich schon für den produktiven Einsatz bereit ist und ob sich die Entwickler darüber im klaren sind, was für eine verantwortungsvolle Aufgabe sie haben und was für gravierende Folgen es haben kann, wenn sie fehlerhafte Versionen von dnf veröffentlichen.

Fedora: Erst Kernel 4.5.7, dann 4.6.3

Josh Boyer hat am Mittwoch auf der Entwickler-Liste bekannt gegeben, wann und auf welche Version des Kernels 4.6 Fedora umsteigen wird.

Demnach wird Fedora 24 den Kernel 4.5.7 als sogenanntes 0-Day-Update (Update am Tag der Veröffentlichung) erhalten und kurz danach dann höchstwahrscheinlich das Update auf Kernel 4.6.3. Sollte sich die Veröffentlichung von Kernel 4.6.3 jedoch verzögern, könnte es auch sein, das der Umstieg auf Kernel 4.6 mit Version 4.6.2 erfolgt.

Fedora 23 wird ca 1 bis 2 Wochen später ebenfalls auf den Kernel 4.6 wechseln, während Fedora 22 ein letztes Update für den Kernel 4.4 erhalten wird, bevor es den EOL-Status bekommt.

Nerviger dnf-PackageKit-Bug endlich gefixt

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Seit einiger Zeit gab es einen extrem nervigen Bug im Zusammenspiel zwischen dnf und PackageKit, der dafür sorgte, das dnf autoremove Pakete, die über PackageKit installiert wurden als nicht mehr benötigt ansah und deinstallieren wollte.

Wenn man da nicht aufgepasst hat, konnte man sein System auf diesem Weg sehr schnell und elegant über den sprichwörtlichen Jordan befördern.

Glücklicherweise wurde der Bug endlich in der beiden Programmen zugrunde liegenden libhif Version 0.2.2-3 gefixt, die auch bereits als Update verteilt wird. Wer sicher gehen möchte, das er die von dem Fehler bereinigte Version der libhif nutzt, kann dies einfach im Terminal über

rpm -q libhif

herausfinden.

Um das Problem jedoch auch für bereits installierte Pakete zu beheben, muss zusätzlich noch im Terminal folgendes Kommando ausgeführt werden:

rpm -qa --qf '%{NAME}\n' | xargs sudo dnf mark install

Durch diesen Befehl werden alle installierten Pakete als vom Benutzer installiert markiert, was unter Umständen dazu führen kann, das einige Pakete, die eigentlich nicht mehr benötigt werden, trotzdem installiert bleiben. Alles in allem dürfte dieser „Overhead“ jedoch sehr gering und somit zu wohl für die Allermeisten von uns zu verschmerzen sein.

DNF nach C

Wie Jan Šilhan heute im Blog des DNF-Projektes berichtet, hat das Vorhaben, DNF von Python nach C zu migrieren, indem Teile des Codes in die libhif Bibliothek integriert werden, einen weiteren Meilenstein erreicht, indem die Hawkey Bibliothek in die libhif integriert wurde.

Hauptgrund für die Integration von hawkey in libhif war, das die API von hawkey bislang nicht final war und immer an die Bedürfnisse von dnf, PackageKit oder rpm-ostree angepasst wurde. Dies führte unter anderem zu Problemen, wenn dnf und PackageKit parallel genutzt wurde.

Darüber hinaus soll libhif in Zukunft grundlegende Paketmanager-Funktionen, welche bislang von dnf, PackageKit und rpm-ostree seperat implementiert wurden, bereitstellen und ferner dafür sorgen, das sich alle Paketmanager, die libhif nutzen, die selben Metadaten teilen.

Tester für Firefox und GTK3 gesucht

Momentan scheint es einige Probleme mit Firefox und GTK3 zu geben. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, bittet Martin Stransky alle testwilligen User um ihre Mithilfe.

Um sich an der Fehlersuche zu beteiligen, muss zuerst das aktuelle Update für Firefox (Fedora 22 / Fedora 23) installiert sein. In dieser Version werden Abstürze von Firefox nicht mehr an Mozilla, sondern mittels ABRT an Fedora gemeldet.

Damit die Fehlermeldung mittels ABRT funktioniert, muss anschließend noch Firefox aus der ABRT-Blacklist entfernt werden. Dazu muss die Datei /etc/abrt/abrt-action-save-package-data.conf mittels

su -c'nano /etc/abrt/abrt-action-save-package-data.conf'

bearbeitet und die Zeile

BlackList = nspluginwrapper, valgrind, strace, mono-core, firefox, bash

in

BlackList = nspluginwrapper, valgrind, strace, mono-core, bash

geändert werden.

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