mpd für den lokalen Einsatz konfigurieren

Der Music Player Daemon (mpd) ist eine interessante Alternative zu Musikplayern, wie z.B. exaile oder rhythmbox. Da der Einsatz von mpd als Service einigen Aufwand mit der Anpassung von Berechtigungen erfordern würde, möchte ich kurz aufzeigen, wie man mpd so einrichtet, das er lokal innerhalb einer Sitzung ausgeführt wird.

Zuerst einmal müssen wir mpd sowie einen passenden Client, wie z.B. sonata installieren. Da mpd Bestandteil der rpmFusion Repositories ist, müssen diese eingerichtet sein, um fortfahren zu können.

su -c'yum install mpd sonata'

Nachdem mpd installiert wurde, legen wir zuerst den Service still, um nicht später mit irgendwelchen Konflikten zu kämpfen zu haben:

su -c'systemctl stop mpd.service&&systemctl disable mpd.service'

Als nächstes erstellen wir die von mpd benötigten Verzeichnisse sowie die Konfigurationsdatei

mkdir -p ~/.mpd/playlists
nano ~/.mpdconf

Die Konfigurationsdatei sollte wie folgt aussehen:

port                    "6600"
music_directory         "~/Musik/"
playlist_directory      "~/.mpd/playlists"
db_file                 "~/.mpd/mpd.db"
log_file                "~/.mpd/mpd.log"
bind_to_address         "127.0.0.1"
mixer_type              "software"
#user                    ""
pid_file                "~/.mpd/pid"
state_file              "~/.mpd/state"
sticker_file            "~/.mpd/sticker"

audio_output {
        type    "pulse"
        name    "PulseAudio"
        #server  "localhost"   # optional
        #sink    "alsa_output" # optional
}

Als Wert für die Option „user“ sollte der eigene Benutzername eingetragen werden, damit sichergestellt ist, das mpd auf den in der Option „music_directory“ hinterlegten Pfad zugreifen kann.

Um sicherzugehen, das es keine Probleme beim Start von mpd gibt, führen wir folgenden Befehl in einem Terminal aus

mpd -v --stdout

Sofern keine Fehlermeldungen erscheinen, können wir unseren mpd-Client starten, uns mit dem lokalen mpd verbinden und wie gewohnt Musik hören. Sollten irgendwelche Fehlermeldungen im Terminal erscheinen, können wir mpd mittels

mpd --kill

beenden und sobald die Ursache des Problems behoben ist, können wir mpd neu starten. Falls keine neuen Fehlermeldungen mehr erscheinen, kann das Terminal geschlossen werden, da mpd als lokaler Daemon im Hintergrund weiter ausgeführt wird.

Zu guter Letzt müssen wir nur noch dafür sorgen, das mpd automatisch zu Beginn jeder Sitzung gestartet wird, indem wir den entsprechenden Befehl in den Sitzungeinstellungen hinterlegen.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!