IMHO: Was fehlt: silent updates

IMHO ist der Kommentar von Fedora-Blog.de.
IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

Seit einigen Versionen beherrscht PackageKit in Kombination mit Gnome so genannte „Offline-Updates“, was nichts anderes bedeutet, als das Updates während des Bootvorgangs in einer speziellen Umgebung installiert werden.

Wenn man diesen Gedanken jedoch konsequent zu ende denkt, können die Offline-Updates nur der erste Schritt auf dem Weg zu stillen Updates, die man auch etwas vulgär „halt die Klappe und mach einfach Modus“ nennen könnte, gewesen sein. Dieser zweite Schritt ist jedoch eigentlich schon mehr als überfällig.

Oder um es mit den Worten von David Sieg zu sagen:

… Jetzt mal ehrlich: Wen interessiert, dass libcurl, libfoo und libArsch aktualisiert wurden?

Das sind doch wieder Informationen, die nur Arch-, Gentoo- und andere Wirrköpfe brauchen…

Die meisten Benutzer dürfte es in der Tat kaum interessieren, welche Pakete gerade aktualisiert werden sollen. Sie wollen einfach ein stabiles und sicheres System, mit dem sie arbeiten können und nicht mit für sie belanglosen Informationen, wie eben der, welche Updates verfügbar sind, belästigt werden.

Microsoft hat das erkannt und bietet diese stillen Updates, bei dem die Updates im Hintergrund heruntergeladen und beim nächsten Herunterfahren des Systems installiert werden, schon seit einiger Zeit an. Warum tut sich Linux dann bitte so schwer damit seinen Nutzern so etwas anzubieten?

Oder ist Linux im Grunde noch immer ein System von Freaks für Freaks?

6 Antworten auf „IMHO: Was fehlt: silent updates“

  1. in zeiten von hibernate sind die win updates mehr ne qual als ein segen. wie viele andere auch, habe ich vorher win genutzt und bin seit ca 2J (ausser zum zocken) bei linux.
    Und ich habe mich GEFREUT, dass ich nicht neustarten muss -zugegeben, bei fedora dauert das nur ein bruchteil als wie bei win.
    zudem laufen viele server unter linux (va RHEL, fedora, CentOS) und die kann man nicht dauernd neustarten. also wenn, dann als option und dafer lohnt es sich nicht, ich kenne so viele leute die keine updates installieren, weil diese einen neustart benoetigen (keine Geeks)

  2. Ich bin absolut froh, dass ich mir aussuchen kann, wann ich meine Updates installiere. Im Windows hasse ich es wie die Pest – wenn ich z.B. mit dem Laptop unterwegs bin und der dann plötzlich irgendwelche dämmlichen Updates installieren will. Dann darf man das nicht erst ausmachen, weil man ja mit Windoof nicht erst sicher sein kann, dass das so eine Aktion auch überlebt.

    In Fedora update ich sogar nur noch via Terminal – die neue Gnome-App-Center Geschichte läuft bei mir eh nicht richtig rund, mal gehts, mal nicht, mal erst nach einigen versuchen.

    Auf der anderen Seite brauchen nur wenige Updates ein reboot, die könnten dann wirklich „silent“ installiert werden – wenn es größere sind, könnte ja sogar noch eine kurze Frage kommen: nutzen sie voraussichtlich länger als 20 min. den PC. 🙂

  3. Also ob man diese Möglichkeit, sofern es sie gäbe, dann auch nutzt, sollte natürlich jedem selbst überlassen bleiben. Ich persönlich finde den aktuellen Workflow bei den Offline-Updates eher nervig als hilfreich, weshalb ich mein System auch selber update. Aber manchmal wäre es schon schön, wenn es so einen „halt die Klappe und mach einfach“ Modus geben täte, der einen nicht mit Benachrichtigungen über neue Updates nervt, sondern die Dinger einfach herunterlädt und bei der nächstbesten Gelegenheit installiert.

  4. Ich bin gerade etwas verwirrt, aber mir scheint, als gäbe es längst das, was Heiko gerne hätte. In Debian gab es bei den Einstellungen zu PackageKit eine Option „Updates im Hintergrund aktualisieren“. Das konnte auch auf nur Sicherheitsupdates beschränkt werden, was IMHO sinnvolll ist. Ich meine, das gab es auch bei Wheezy noch, vielleicht ist das ein späteren Gnome-Version zum Opfer gefallen.

    Auch hat in F19 ein nerviger Bug im Hintergrund immer Updates runtergeladen (aber nicht installiert) hat, was tödlich war, weil ich zu der Zeit nur über UMTS ins Netz konnte. Das lies sich nur unterbinden, indem man den PackageKit-Prozess abgeschossen hat.

    Also: Die Technologie ist da, soweit ich weiß, sie muss nur implementiert und genutzt werden.

    1. Ja, stimmt, die Optionen gab es mal. Aber in Gnome 3.12 sind Einstellungen für PackageKit so brutal kastriert worden, das man da nur noch Repos de-/aktivieren kann und mehr nicht. 😯

  5. Ich denke, hier liegt der Fehler beim Fedora-Projekt, nicht bei GNOME. Ich habe mal in Debian Unstable ein wenig gestöbert, da gibt es diese Einstellungsmöglichkeit immer noch. In den Fedora-Repos ist ärgerlicherweise das Packet software-properties-gtk nicht enthalten, was Dir genau diese Einstellungsmöglichkeiten, die Du Dir wünschst, gibt.

    Leider scheint das Ding nur als Front-End für apt geschrieben zu sein, ich habe es mal brutal per Hand in mein F20-System reinkopiert 🙂 http://pkgs.org/download/software-properties-gtk
    Leuchtet aber ja auch irgendwo ein, weil bei Fedora ja nicht zwischen Sicherheitsupdates und normalen Updates unterschieden wird.

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