IMHO: Es braucht keinen Gnome 2.x Fork

Linus Torvalds hat kürzlich die Gnome Entwickler für die Version 3 des Desktops scharf kritisiert und einen Fork von Gnome 2 gefordert.

Diesen Fork braucht es aber nicht unbedingt. Es würde sicherlich schon reichen, wenn sich mehr Entwickler am XFCE Desktop beteiligen und diesen mit den im Vergleich zu Gnome fehlenden Features ergänzen würden. Momentan setzt XFCE noch auf GTK2 und ähnelt somit zumindest optisch dem Gnome 2.x Desktop sehr stark. Es wäre in meinen Augen Ressourcen-Verschwendung, zusätzlich noch einen Gnome 2.x Fork ins Leben zu rufen und zu pflegen. Abgesehen davon sprechen die Flexibilität und Modularität eindeutig für XFCE. Warum also das Rad doppelt erfinden?

Sollte Gnome 2.x geforkt werden?

  • Nein (64%, 60 Stimen)
  • Ja (30%, 28 Stimen)
  • Weiss nicht (6%, 6 Stimen)

Stimmen gesamt: 94

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6 Antworten auf „IMHO: Es braucht keinen Gnome 2.x Fork“

  1. Ich denke, dass Xfce einen GNOME 2 fork nicht ersetzen kann. Aus der Perspektive eines Nutzers vielleicht – er kann sich Xfce so anpassen, dass es aussieht wie ein 2. GNOME, aber nicht was die Entwicklung angeht. Xfce war und ist und will kein GNOME sein, sondern hat seine eigenen Ziele, die hoffentlich nicht verloren gehen.

  2. Das habe ich auch nicht behauptet 😉

    Ich bin nur der Meinung, das es keinen Gnome 2 Fork braucht, wenn sich mehr Leute bei Xfce einbringen und die im Vergleich zu Gnome fehlende Features beisteuern würden. Und ich denke mal, dass das nicht automatisch mit den Zielen von Xfce kollidieren muss 😉

    Momentan gibt ja noch immer eine gewisse Notwendigkeit zumindest Teile von Gnome zu installieren, um z.B. eine GUI für Bluetooth-Verbindungen zu haben.

  3. Gnome 3 kann zur Zeit durchaus noch frustrierend sein. XFCE ist nicht nur dann eine echte Alternative. Ich denke nicht, dass ein Fork von Gnome 2 langfristig nützlich wäre: Nicht für XFCE und nicht für das Vorankommen von Gnome 3, da es in beiden Fällen zu viel Aufmerksamkeit bindet und das Vorhandensein des Fallbacks auf Gnome 2 die Innovation an beiden Orten unattraktiver macht.

  4. Aber genau das ist doch das Problem: Wenn man die „fehlenden Features von GNOME“ nachrüchstet, hat man irgendwann ein GNOME. Man muss zumindest aufpassen, dass man nicht einfach GNOME 2 nachbaut und die spezifischen Merkmale von Xfce (klein, leicht, schnell, modular, konfigurierbar) nicht zu Gunsten von mehr Komfort aufgibt. Ich sage nicht, dass das unmöglich ist, aber es ist ein Drahtseil-Akt. Ich erinnere mich daran, die schon bei Xfce 4.6 und 4.8 jeweils Leute geklagt haben, dass es nicht mehr so leichtgewichtig sei wie früher.

  5. Aber andererseits kann es auch nicht im Sinne der Leute vom Xfce Projekt sein, das man z.B. gnome-bluetooth installieren muss, um eine GUI für Bluetooth-Verbindungen zu haben

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