Gedanken zu iTunes und Clones

Nachwievor kann ich nicht nachvollziehen, was an dem vielgelobten iTunes von Apple ist. Aus meiner Sicht ist das Interface mehr als Mau. Interessant ist lediglich, das Apple die Software supportet und natÌrlich fÌr alle die „Idioten“, die einen iPod haben mÌssen und glauben damit wÀren sie cool.

Wer jetzt noch weiterliest, weil ich ihm nicht auf den Schlips getreten bin: viel egeleganter finde ich Applikationen wie Muine (s.a. http://www.mono-project.com/Image:Muine.screenshot.png ). Muine nennt es „A simple, intuitive user interface“. iTunes ist in meinen Augen aufgeblÀht, nimmt viel zu viel Platz ein auf dem Bildschirm und hat zu viele Elemente. FrÌher hatte Apple das KISS-Prinzip verwirklicht („Keep it simple & stupid“) – heute pusht man irgendwelche Applikationen als genial, die in Wirklichkeit nicht viel taugen. Ich gebe zu, das iTunes besser ist als der Windows-Media-Player, bei dem weiss ich selbst nach vielen Nutzungsversuchen heute noch nicht, wo die Playliste ist.

iTunes mÌsste uns nicht kÌmmern, wÌrde es nicht so viele YAIC („Yet another iTunes Clone“) geben. Wie z.B. auch m.E. Rhythmbox. Mit vielen dieser iTunes-Clones kann man nÀmlich nicht einmal eine Musikdatei öffnen. Ein Àhnliches PhÀnomen beobachtet man auch bei F-Spot (fÌr Bilder). Mein Ideal sieht so aus, das es Applikationen gibt und einen tollen Dateimanager. Leider versuchen sich immer mehr Applikationen selber als eine Art Dateimanager. Das fÌhrt dann dazu, das im Grunde jede Applikation anders funktioniert und die Interaktion mit dem Dateimanager eher darunter leidet. Ich denke F-Spot hat einige gute Funktionen, aber das Userinterface ist sicher keine Groÿtat. Ich kann es sogar noch eher ertragen wenn der Dateimanager einige Zusatzfunktionen bekommt, insbesondere beim Preview. Das ist eher intuitiv und widerspricht nicht einer homogenen Arbeitsumgebung. Bei Mac gab es frÌher auch den Anspruch, das man grundsÀrzlich jede Applikation bedienen kann, wenn man eine bedienen kann. Das ist eigentlich eine gute Idee, sofern Programmierer nicht stÀndig versuchen im Userinterface ihre KreativitÀtauszuleben.

Nicht unerwÀhnt im Zusammenhang mit iTunes sollte man natÌrlich auch nicht, das Apple mit iTunes und iPod als erste Firma das Digital Rights-Management in einem kommerziellen Zusammehang angewendet hat. D.h. echte Clones mÌssen auch DRM verstehen. Und das ist eigentlich das letzte, was wir wollen können.