Fedora bei Distrowatch

Wer schon lÀnger nicht mehr geschaut hat: Inzwischen steht Fedora Core bei Distrowatch auf Platz 4. Debian ist auf Platz 7. GezÀhlt werden die Seitenzugriffe, also die PopularitÀt. Wenn man die Zeitspanne von einem Monat betrachtet, sieht man das Fedora an PopularitÀt zunimmt, wÀhrend Mandriva abnimmt. Im Moment sind beide gleichauf. Man soll solche Statistiken nicht Ìberbewerten. Sie drÌcken m.E. v.a. etwas Ìber die StÀrke der Commmunities und den „Hype“ aus. Wenn man vergangene Jahre betrachtet, so sieht man auch, das sich die Nutzung von Distrowatch geÀndert haben muss. Denn im Jahre 2004 waren die ersten drei: 1. Mandrake, 2. Fedora, 3. KNOPPIX. (siehe auch ÿbersicht.)

Interessant auch, das SuSE wieder nach vorne rÌckt. Dies geschieht offenbar dadurch das sie durch den Community-Prozess an PolularitÀt gewonnen haben. Eine communitybasierte Entwicklung ist eben mehr als nur eine Möglichkeit um Geld fÌr Entwickler zu sparen. Es ist auch eine Art von Werbung. Mehr Leute beschÀftigen sich mit einer Distribution. Das war auch immer die StÀrke von Debian – nicht zuletzt haben viele zukÌnftige IT-Dienstleister ihren ersten Kontakt eher mit Distributionen, die offen fÌr Beteiligung sind. Und dann ratet mal was sie einsetzen, wenn es daurm geht bei ihrem nÀchsten Arbeitgeber eine Distribution einzufÌhren? Richtig! Das was sie schon kennen. Und hier setzen Novell und Red Hat mit ihren commnitybasierenden Distributionen an: Sie wollen alle am liebsten einen „Hype“ erzeugen. Der Erfolg von Ubuntu liegt zum teil sicher auch darin begrÌndet, das fÌr alte Debian-User und -Entwickler das Paketsystem und die Tools alte Bekannte sind. So konnte diese neue Distribution von heute auf morgen viele Freunde gewinnen. Ursache des Erfolges waren aber auch altbekannte Defizite von Debian – darunter vor allem:

  1. Lange Releasezyklen mit nie definiertem Ende
  2. Verbunden mit den langen Releasezyklen war bei Debian immer das Problem das offiziell immer nur veraltete Software zu haben war.

Ubuntu hat die Probleme so gelöst, das sie einfach einen 6-Monats-Zyklus eingefÌhrt haben, der auch mit dem Release-Zyklus von GNOME Ìbereinstimmt. D.h. das die User auch immer zumindest das aktuellste, stabile GNOME nutzen können. Daher ist Ubuntu verlÀsslicher als Debian.

Ich erwarte dennoch im nÀchsten Jahr, das der Ubuntu-Hype abnehmen wird. Vermutlich wird es irgendwann doch mal Artikel geben, die dann aufdecken, das doch nicht alles so rosig ist.