Generalschlüssel für X.Org 1.11

Wie heise security berichtet, existiert in der X.Org Version 1.11 ein Generalschlüssel, womit sich z.B ein gesperrter Bildschirm mühelos entsperren lässt.

Ein aktuelles Fedora enthält bereits einen Fix, daher sollte man unbedingt darauf achten, dass die Pakete auf dem aktuellen Stand sind – oder die im Artikel beschriebenen Workarounds durchführen.

Firefox: Installation von Addons nur eingeschränkt möglich

Durch einen Bug in Xulrunner kann man momentan mit Firefox 9 nur über Umwege Addons von addons.mozilla.org installieren. Ursache sind anscheinend Teile der OpenWebApps Runtime von Mozilla, die in den Sourcecode-Archiven enthalten und bei allen Firefox-Versionen, die nicht direkt von Mozilla stammen, aktiv sind. Binärpakete, die von Mozilla direkt stammen sind anscheinend nicht betroffen.

Um auch unter Firefox 9 Addons von addons.mozilla.org zu installieren, kann man einen der folgenden Workarounds nutzen:

  • Den Link zur XPI-Datei, der sich hinter dem Installieren-Button verbirgt kopieren und in einem neuen Tab öffnen
  • Das gewünschte Addon über den Addon-Manager von Firefox installieren.

Bleibt nur zu hoffen, dass das Problem bis zur Freigabe von Firefox 10 gefixt ist oder das jemand bei Fedora sich um den korrespondierenden Bug kümmert und das Problem “downstream” patcht.

Fedora und Facebook

Ich bin vermutlich nicht der einzige, der sich täglich in sozialen Netzwerken tummelt. Gerade als heavy-user schätzt man einen dedizierten Client, der optimalerweise mehrere Netzwerke unterstützt und sich in den Desktop einpasst. Nachdem ich auch Facebook so verwenden will, bleiben mir für Linux nicht gerade viele Alternativen.

Gwibber war früher die erste Wahl und gerade in Ubuntu 9.04 und 10.04 hat es auch ausgezeichnet funktioniert. Dort haben dann aber die Probleme mit Facebook angefangen. Nach einiger Zeit Absenz habe ich es wieder probiert und musste feststellen, dass der Facebook-Support jetzt komplett kaputt ist. Die Authentifizierung funktioniert wunderbar, allerdings werden weder Nachrichten empfangen, noch gesendet. So wie es aussieht, ist den Gwibber-Entwicklern der Bug bereits vor Monaten gesendet worden. Ein Grund für die Fehlfunktion wird wohl sein, dass Gwibber in Fedora die Facebook-App fedora-gwibber und nicht die “offizielle” Gwibber-App von Facebook benötigt – wieso auch immer. Fedora-Gwibber erteilt nicht die Rechte, um auf die Wall schreiben und die Wall lesen zu können, da kanns wohl nicht funktionieren.

Bisher hat Tweetdeck als Chromium-Extension immer gut funktioniert. Jetzt ist der Facebook-Support kaputt. Der News-Feed wird zwar angezeigt und neue Postings können erstellt werden, allerdings sind alle anderen Funktionen gestrichen worden. Absicht oder keine? Der zeitliche Zusammenhang mit dem Kauf durch Twitter lässt einen eindeutigen Schluss erahnen.

Yoono als Standalone-App/Plugin für Firefox kommt bei mir unter Windows zum Einsatz, dort funktioniert die Desktop-Integration der Standalone-App sehr gut – unter Linux/Gnome 3 scheint die Integration überhaupt nicht zu funktionieren. Das Mozilla-Plugin funktioniert zwar, aber ich war noch nie ein Freund von Browserlösungen, da viel zu unflexibel.

Was ist los mit den Gwibber-Leuten? Vor allem, was ist mit den Mainteinern bei Redhat? Gwibber war mal wirklich ein vernünftiger Client. Ich kann mir bei Gott nicht vorstellen, dass niemand Fedora in Gwibber verwendet. Von außen sieht es so aus, als ob man immer noch mit dem Versionssprung auf 3.x beschäftigt ist. Es wäre sehr schade, wenn der einzige wirklich vernünftige Client vor die Hunde geht.

Übrigens: Wenn irgendjemand eine wirklich gute Alternative  für einen Twitter/Facebook/Statusnet-Client hat, ich bin immer für Vorschläge offen.

ALT-Tastenkombinationen funktionieren nicht mehr

Durch einen Patch für gkt+ 2.24.8 funktionieren auf einer “normalen” PC-Tastatur Tastenkombinationen mit ALT sowie STRG nicht mehr.

Das besonders ärgerliche daran ist, das so ein Patch eigentlich weder in eine stabile Version von gtk+ noch für Fedora 16 hätte übernommen werden dürfen, da er Anpassungen für diverse Programme erfordert und somit auch eine Fedora-Regel1 für Updates der stabilen Fedora-Versionen verletzt.

Glücklicherweise gibt es zumindest für Fedora bereits einen Patch, der das Problem behebt, jedoch wurde das gtk+ 2.24.8 Paket noch nicht erstellt, was aber wahrscheinlich demnächst passieren sollte.

  1. Avoid changing the user experience if at all possible []

Verschwundene Firefox Addons reaktivieren

In die finale Version 7 von Firefox hat sich ein Bug eingeschlichen, der unter Umständen dazu führen kann, das Addons verschwunden sind. Mozilla hat das Problem zwar zwischenzeitlich mit der Veröffentlichung der Version 7.0.1 korrigiert, bis es jedoch aktualisierte Pakete für Fedora gibt, kann man sich dieses XPI als Workaround herunterladen und installieren.

Chatzilla wieder zum Leben erwecken

Anscheinend wurde bei den letzten Firefox Updates vergessen, Chatzilla entsprechend zu patchen. Wer versucht, Chatzilla zu starten, wird feststellen müssen, das nichts passiert. Versucht man, Chatzilla im Terminal zu starten, erhält man zumindest folgende Fehlermeldung:

Error: Platform version '6.0' is not compatible with
minVersion >= 1.8
maxVersion <= 2.0.*

Da es zwar einen entsprechenden Bug gibt, der zuständige Entwickler bislang jedoch nicht reagiert hat, behelfen wir uns, indem wir Chatzilla selber patchen. Dazu führen wir folgenden Befehl im Terminal aus:

su -c'sed -i 's/2.0.*/6.0.*/g' /usr/share/chatzilla-0.9.86/application.ini'

Mit diesem Kommando ersetzen wir mit Hilfe von sed die Zeichenfolge “2.0.*” in der application.ini von Chatzilla durch “6.0.*” und reanimieren somit Chatzilla wieder zum Leben.

Update: Inzwischen befindet sich ein aktuelles chatzilla Paket in updates-testing, welches das Problem behebt.

Bluetooth unter Fedora 15 (re)aktivieren

Wie es scheint, ist der Bluetooth-Dienst bei einem frisch installiertem Fedora 15 nicht mehr standardmäßig aktiviert. Zu diesem Thema hat Christoph in seinem “Linux und Ich” Blog eine ausführliche Anleitung geschrieben, die ich nachfolgend etwas verkürzt zitiere.

Um den Bluetooth-Service wieder zu aktivieren, sind im Grunde lediglich die beiden folgenden Kommandos nötig, die als root ausgeführt werden müssen:

su -
systemctl enable bluetooth.service
systemctl start bluetooth.service

Anschließend kann die Bluetooth-Schnittstelle wieder wie gewohnt genutzt werden. Um Dateien empfangen zu können, muss jedoch zusätzlich noch das gnome-user-share Paket installiert sein.

Gnome-Shell startet nicht

Wer dieser Tage ein System-Update durchgeführt hat (also auch die Gnome-Shell aktualisiert hat), der hatte vielleicht ein ähnliches Erlebnis wie ich: Beim Neustarten der Benutzeroberfläche bleibt die Anzeige nach dem Anmeldebildschirm unverändert.

Das Problem ist ein Fehler im Gnome-Shell-Update, welcher auftritt, wenn der proprietäre Treiber für nVidia-Karten verwendet wird.

Der Fehler wurde bereits korrigiert und das Paket lässt sich über die offiziellen Quellen aktualisieren. Danach sollte alles wieder problemlos laufen.

sealert reanimieren [Update]

Wer momentan versucht, via sealert ein Problem mit den SELinux Regeln zu melden, wir anstelle des Assistenten mit einer Fehlermeldung konfrontiert

ImportError: No module named GTKIO

Laut dem korrespondierenden Fehlerbericht ist die momentan einzige Möglichkeit, sealert wieder funktionstüchtig zu machen, die Zeile 48, welche die Anweisung

import report.io.GTKIO

enthält, aus zu kommentieren. Anschließend sollte sealert wieder wie gewohnt funktionieren.

Update: Inzwischen sind im updates-testing repository aktualisierte Pakete von libreport verfügbar, die dieses Problem beseitigen. Um die aktualisierten Pakete zu installieren, muss folgendes Kommando ausgeführt werden:

su -c'yum update libreport* --enablerepo=updates-testing'

Das IM-Logo der Gnome-Shell

In der Gnome-Shell befindet sich ein Icon mit dem Benutzernamen, mit dessen Hilfe man u.a. auf die Systemeinstellungen zugreifen oder den Rechner neu-starten kann. Direkt unterhalb das Namens befinden sich jedoch noch die Menü-Punkte “Verfügbar” und “Beschäftigt”, die subjektiv jedoch keine Funktion zu haben scheinen.

Mit diesen beiden Menü-Punkten kann man den Online-Status von Empathy schnell und einfach ändern. Das ganze funktioniert jedoch nur, wenn wenn man entweder Empathy in den Autostart der Gnome-Shell hinzufügt oder die Gnome-Shell jedes mal neu-startet, sobald man Empathy gestartet hat.

Um Empathy zum Autostart der Gnome-Shell hinzu zu fügen, starten wir zuerst das entsprechende Konfigurations-Werkzeug indem wir die F2-Taste betätigen und anschließend

gnome-session-properties

eingeben. Nun legen wir über “Hinzufügen” einen neuen Autostart-Eintrag für Empathy an. Als Name geben wir beispielsweise “Empathy” ein, als Befehl geben wir

empathy -h

ein. Der Parameter “-h” veranlasst Empathy, weder die Kontaktliste noch irgendwelche Dialog-Boxen beim Start anzuzeigen.

Anschließend funktionieren auch die beiden Status-Einträge wie gewünscht.