Ultrakurztipp: SELinux in zwei Schritten loswerden

Wer keinen Bedarf an Security-Enhanced Linux (SELinux) unter Fedora 15 hat, kann es mit nur 2 Schritten los werden:

1. Konfigurationsdatei bearbeiten

su -
vi /etc/selinux/config

Hier ändern wir SELINUX=enforcing in SELINUX=disabled und speichern danach die Datei. Dies funktioniert natürlich auch mit jedem anderen Texteditor, nicht nur mit VI.

2. X-Server neustarten
Mit Strg-Alt-Backspace starten wir den X-Server neu oder starten einfach den Rechner komplett neu.

Update:
Da SELinux kernelbasiert läuft, ist ein kompletter Reboot notwendig.
Danke an red für den Hinweis!

Das war’s!

Miro 4 unter Fedora installieren

Seit letzter Woche gibt es den Medienplayer und Podcatcher Miro in Version 4.0.1 – leider nicht in den Fedora Repositories. Dort erhält man noch „nur“ Version 3.5.1 und muss Miro 4 derzeit noch von Hand gestartet werden. Hierzu gehen wir wie folgt vor:

1. Installation aller Abhängigkeiten

su -c 'yum install gcc python Pyrex pygtk2 pygobject2 qt-webkit \
kwebkitpart pywebkitgtk webkitgtk webkitgtk-devel qt-webkit-devel \
kwebkitpart webkitgtk3 libsoup libsoup-devel dbus dbus-python \
pycairo GConf2 gnome-python2-gconf libtorrent libtorrent-devel \
curl libcurl libcurl-devel python-mutagen avahi avahi-libs gtk2-devel \
ffmpeg-devel avahi-devel kdnssd-avahi kdnssd-avahi-devel nss nss-mdns \
nss-devel rb_libtorrent-python avahi-dnsconfd avahi-gobject-devel'

2. Download und Entpacken des Sourcecodes

wget http://ftp.osuosl.org/pub/pculture.org/miro/src/miro-4.0.1.tar.gz
tar xzvf miro-4.0.1.tar.gz

3. Start der Installation

su -
cd /verzeichnis/der/mirodaten
./run.sh

Fertig!

(Quelle: Xenode Systems)

Fix: Gnome Shell Extensions laden nach einem Update nicht mehr

Durch ein kürzlich erfolgtes Update der Gnome Shell unter Fedora 15 laden Extensions, die nicht über die Paketverwaltung installiert wurden, nicht mehr automatisch. Dies lässt sich momentan nur händisch und für jede Extension einzeln beheben.

1. metadata.js öffnen

vim .local/share/gnome-shell/exensions/extension-name/metadata.json

2. Versionsnummer anpassen

'shell-version': [ '3.0.2' ]

Die momentan aktuelle Version ist 3.0.2, über

gnome-shell -version

lässt sich die jeweils Installierte herausfinden.

3. Speichern, über ALT + F2 ein Eingabefeld laden und durch die Eingabe von ‚r‘ und Bestätigung mit Enter die Gnome Shell neu laden lassen. Fertig!

Webeditor „Blue Griffon“ installieren

Blue Griffon ist ein WYSIWYG-Webeditor, der sich aus dem Composer-Modul der Netscape Browser Suite entwickelt hat. Seit Mitte Mai liegt das Tool in Version 1.0 vor und lässt sich dank Remis Repository recht leicht installieren:

1. Wie üblich, besorgen wir uns zunächst root-Rechte:

su -

2.a Für Fedora 14 (32 oder 64 Bit):

rpm -Uvh http://rpms.famillecollet.com/remi-release-14.rpm
yum --enablerepo=remi install bluegriffon

2.b Für Fedora 15 (32 oder 64 Bit):

rpm -Uvh http://rpms.famillecollet.com/remi-release-15.rpm
yum --enablerepo=remi install bluegriffon

Dies funktioniert übrigens auch analog für Fedora 9 bis 13, ebenso gibt es Pakete für RHEL 4, 5, 6 und EPEL. Für letztere benötigen wir folgende Schritte:

wget http://rpms.famillecollet.com/enterprise/remi-release-6.rpm
rpm -Uvh remi-release-6*.rpm epel-release-6*.rpm

(Die Zahl 6 ist natürlich durch eure jeweilige Version zu ersetzen)

3. Den GPG-Key für das Repository bekommen wir hier oder über wget:

wget http://rpms.famillecollet.com/RPM-GPG-KEY-remi

Yum schlägt automatisch vor, diesen Key zu installieren.

4. Abschließend installieren wir Blue Griffon:

yum install -y bluegriffon

RPM Fusion für Fedora 15

Momentan hat das Zusatz-Repository RPM Fusion noch keine stabile Version für Fedora 15 veröffentlicht. Wer das Repository installiert, wird von einer Fehlermeldung begrüßt.

Um jedoch nicht auf die Pakete von RPM Fusion verzichten zu müssen, gibt es einen Workaround.
1. Installation wie immer:

su -c 'yum localinstall --nogpgcheck \
http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/rpmfusion-free-release-stable.noarch.rpm \
http://download1.rpmfusion.org/nonfree/fedora/rpmfusion-nonfree-release-stable.noarch.rpm'

2. Nun deaktivieren wir die Überprüfung der GPG-Signatur. Hierzu öffnen wir als root die Repo-Datei mit einem Texteditor:

# vim /etc/yum/repos.d/rpmfusion-nonfree.repo

und setzen den Wert „gpgcheck“ auf „0“.
Also:

gpgcheck=0

Speichern – fertig!

Alternativ kann man die GPG-Schlüssel auch manuell installieren:

su -c'rpm --import http://commondatastorage.googleapis.com/xenodecdn/
RPM-GPG-KEY-rpmfusion-free-fedora-15'
su -c'rpm --import http://commondatastorage.googleapis.com/xenodecdn/
RPM-GPG-KEY-rpmfusion-nonfree-fedora-15'

Der Vorteil hierbei ist, das man nicht daran denken braucht, die GPG-Prüfung wieder einzuschalten, sobald das Release-Rpm von rpmfusion aktualisiert wird.

Nicht benötigte Services in Fedora 15

Falls ihr Fedora 15 mit Hilfe der Live-CD installiert habt, laufen im Hintergrund einige Services. Darunter sind auch welche, die ihr vermutlich gar nicht benötigt. Hier eine Liste von Harald mit den jeweiligen Erläuterungen dazu:

  • fcoe und lldpad: Wird nur für Glasfaser-Ethernet benötigt.
  • iscsi und iscsid: keine iSCSI-Geräte? Dann weg damit!
  • livesys und livesys-late: Überbleibsel der Live-CD, die keiner braucht.
  • mdmonitor: Nur bei RAID-Geräten benötigt.

Alle diese Services lassen sich mit system-config-services oder im Terminal mit

# chkconfig <Servicename> off

abschalten.

Fedora 15 Beta ist da!

In aller Kürze: Die Beta-Version von Fedora 15 „Lovelock“ ist da und die Images stehen auf https://fedoraproject.org/de/get-prerelease zum Download bereit. Wie immer gibt es verschiedene Varianten mit Gnome, KDE, XFCE oder LXDE als mitgelieferter Desktopumgebung sowie ein (umfangreicheres) DVD-Abbild.

Eine regelmäßig aktualisierte Feature-Liste gibt es im Wiki.

(Banner von Alexander Smirnov)