Fedora als OpenVZ-Gast: system-upgrade

Virtual Server Hosting mit OpenVZ hat einen Nachteil. dnf system-upgrade funktioniert nicht. In einem OpenVZ-Gast mit Fedora hat man glücklicherweise eine sehr einfache Alternative.

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Man wächst mit den Aufgaben

Als ich 2005 mit meinem Blog angefangen habe, war ich glücklich über die Ausstattung meines Anbieters. Es war ein typisches LAMP-Angebot, das sich in den Jahren nur in der Quantität steigerte. Aus 50 GB wurden 250 GB verfügbarer Speicher, Traffic Quota wurde auf Flat Rate hochgesetzt, usw., die Fähigkeiten blieben aber begrenzt, was für mich aber lange kein Grund war, mich nach neuen Möglichkeiten umzusehen.
Jetzt wird es aber langsam doch notwendig und günstigerweise hat mich ein Freund da auf eine sehr interessante Alternative gebracht: einen vServer. „Man wächst mit den Aufgaben“ weiterlesen

Fedora 17/18 & gnome-shell: Probleme mit Hyper-V

Wer Fedora 17/18 als virtueller Gast unter xem/vmware/hyperV/kvm verwendet, läuft wahrscheinlich in den Fehler, dass bereits vor der Anmeldung die Gnome Shell eine Fehlermeldung zeigt und die Anmeldung so unmöglich wird – so bleibt nur noch der Neustart. In der Konsole könnte man ja noch etwas ausrichten, aber Ctrl+Alt+F2 in einer virtuellen Maschine zu drücken ist gar nicht so einfach.

In die markierte Zeile ganz zum Schluss eine 3 schreibenAm einfachsten ist es, die virtuelle Maschine neu zu starten und dann in den Runlevel 3 zu starten. Sobald man gestartet hat, in der Kommandozeile

sudo yum remove fprintd fprintd-pam

ausführen, da sich in den Diskussionen dazu dieser als Fehlerquelle herausgestellt hat. Anscheinend hängt es mit der USB-Emulation der Virtualisierer zusammen – wenn das nicht hinhaut, reißt fprintd das ganze Ding in den Abgrund.

Neustarten und schon hat man sein virtuelles Fedora.

Spotify Client für Fedora 16

Spotifiy läuft ja schon seit einer Weile in Österreich und soll demnächst auch in Deutschland starten.

Linux-User werden sich wohl freuen – native Linux-Unterstützung lockt! Zwar gibt es die vorerst nur für Premium- und Unlimited-Kunden, aber bei Spotify wird an der Einschränkung gearbeitet.

Leider verstehen immer noch zuviele unter „Linux-Unterstützung“ „läuft unter Ubuntu“ und warten Repositories für andere Distros dementsprechend lasch. Daher ist es wichtig, das offizielle Repository NICHT zu verwenden, da dort scheinbar bei Fedora 14 bereits Schluß ist.

Stattdessen ist „the alien way“ einzuschlagen: Das Debian-Paket umzuwandeln hat einwandfrei funktioniert. In einzelnen Schritten sieht das in etwa so aus:

Git installieren

# yum -y install perl-ExtUtils-MakeMaker gcc qt-webkit rpm-build git

Alien bauen und installieren

# cd /tmp
# git clone git://git.kitenet.net/alien
# cd alien
# perl Makefile.PL; make; make install

Spotify holen. Im Verzeichnis http://repository.spotify.com/pool/non-free/s/spotify/ ist sowohl die 32Bit-, als auch die 64Bit-Variante

# wget http://repository.spotify.com/pool/non-free/s/spotify/spotify-client-qt_0.6.6.10.gbd39032.58-1_i386.deb
# /usr/local/bin/alien --to-rpm spotify-client-qt_0.6.6.10.gbd39032.58-1_i386.deb
# rpm -Uvh --nodeps spotify-client-qt-0.6.6.10.gbd39032.58-2.i386.rpm
# ln -s /usr/lib/libssl.so.1.0.0g /usr/lib/libssl.so.0.9.8
# ln -s /lib/libcrypto.so.1.0.0g /lib/libcrypto.so.0.9.8

Für die 64Bit-Variante ist der lib-Pfad natürlich lib64.

Jetzt kann Spotify ganz normal gestartet werden. Der Urheber des ursprünglichen Guide beschreibt dann zwar eine Cache corruption, die nach dem ersten Start auftritt, allerdings konnte ich diesen Fehler nicht nachvollziehen.

Generalschlüssel für X.Org 1.11

Wie heise security berichtet, existiert in der X.Org Version 1.11 ein Generalschlüssel, womit sich z.B ein gesperrter Bildschirm mühelos entsperren lässt.

Ein aktuelles Fedora enthält bereits einen Fix, daher sollte man unbedingt darauf achten, dass die Pakete auf dem aktuellen Stand sind – oder die im Artikel beschriebenen Workarounds durchführen.

Gnome Shell Extensions – eine handverlesene Auswahl

Gnome 3 existiert nun gut ein halbes Jahr als stabiles Release und hat bereits einen Evolutionsschritt gemacht. Am Anfang noch wegen seiner Unflexibilität in der Luft zerrissen, konnte das Dev Team schnell klarstellen: Gnome 3 ist sehr wohl erweiterbar, mit sogenannten Shell Extensions. Die Shell ist daher gar nicht so starr, wie zuerst angenommen.

Leider haben die Leute von Gnome den Extensions viel zu wenig Beachtung geschenkt. So wurde anfänglich kein Wort über die Extensions verloren und die Installation dieser Erweiterungen ist auch nicht ganz so einfach, wie man das von Gnome 2 kennt. Wenn man dann allerdings das Gnome Tweak Tool installiert hat, listet es alle installierten Extensions auf und man kann die an einem Ort bequem verwalten.

Achtung: Bei Fedora 16 hat lange ein Bug existiert, dass die Shell crasht, wenn kein Profilbild gesetzt ist. Der Bug ist mittlerweile gefixt, aber ein Profilbild setzen könnte nie schaden.

Leider haben die Extensions bisher noch nicht wirklich in die offiziellen Fedora Repos Einzug gehalten, jedoch haben die Leute von Gnome weiter gearbeitet und die Website extensions.gnome.org gestartet, die alle Extensions sammeln soll. Ein Blick auf die Website lohnt sich auf jeden Fall, denn die Auswahl der Fedora-Repos ist noch mehr als dürftig („Remove <xxx> Icon from bar“). Auf der Website finden sich einige wirklich sinnvolle Extensions, die sich durch einen simplen Switch auf der Website links oben installieren lassen. Einige davon will ich jetzt hier zeigen.

Area screenshot:

Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, die Extension gestaltet sich sehr simpel. Vor der Nutzung muss allerdings noch ein Shortcut festgelegt werden. Dazu sollte man unbedingt die Readme auf der Github-Website lesen, sind aber nur 2 Befehle.

gTile:

gTile is simple, but powerful: Nach der Installation ist ein weiteres Icon im Systray oben rechts. Beim Klick darauf bekommt man einen Dialog für die Fensterplatzierung angezeigt. So kann man für die Fenster mehrere erweiterte Platzierungsmöglichkeiten. Für große Bildschirme ideal.

GTG tasks in calendar overview:

Es gibt einige Aufgabenverwaltungsprogramme, aber GTG spielt in der Oberliga mit, nicht nur wegen der RTM-Integration ist es ein sehr interessantes Programm. Die kleine Extension bindet die Aufgaben, die in GTG eingestellt wurden, in die Kalenderansicht ein.

Jump list:

über Zeitgeist wurde ja viel geredet – zuletzt war es noch das Killerfeature von Gnome 3, ist aber seit einiger Zeit nur noch in stiefmütterlicher Behandlung. Mit den Extensions Journal und Jump lists wird Zeitgeist wieder sinnvoll. Ähnlich Windows 7 werden hier Jumplists auf den Programmicons angezeigt, die auch die Datei direkt öffnen. Beide Extensions benötigen logischerweise Zeitgeist.

Unit Converter:

Wenn man das Paket units installiert hat, bekommt man einen neuen Ergebnistyp, wenn man das Search field verwendet: Tippt man beispielsweise „55 kg to g“ ein, erhält man als Ergebnis „55000“.

Touchpad Indicator:

Notebook-User werden es lieben: Nach der Installation gibt es rechts oben ein Icon, das den Status den Touchpads anzeigt – und für die Deaktivierung des selben verwendet werden kann.

Was Bleibt:

Die Extensions zeigen sehr schön, dass die Gnome Shell zu mehr fähig ist – wenn man sie lässt. Nach einigen Anfangshürden lassen sich über die Website mit einem Klick kinderleicht Extensions installieren, die das tägliche Arbeiten einfacher macht. Die Liste wird ständig länger und länger – und Gnome 3 wird mit jeder Extension wieder ein Stück benutzbarer – wenn man sich mit dem fundamentalen Prinzip von Gnome 3 anfreunden kann.

Flickr Photoset: Gnome Shell extensions screenshots.

Mendeley und Fedora 16

Wer die Anleitung für Mendeley unter Fedora 15 mit Fedora 16 und der aktuellen Mendeley-Version ausprobiert, wird enttäuscht sein: Mendeley schießt sich selbst sang- und klanglos ab.

Sobald das Paket wie in der Anleitung beschrieben entpackt ist, muss man von der Fedora-15-Anleitung abweichen.

Die Bibliotheken dürfen nicht gelöscht werden. Um Mendeley nutzen zu können, muss die Parameter –force-bundled-qt beim Start von Mendeley verwendet werden, so meint zumindest der offizielle Support.

/opt/mendeleydesktop-1.3-linux-i486/bin/mendeleydesktop --force-bundled-qt

Der Desktop-Link sieht dann so aus:

[Desktop Entry]
Name=Mendeley Desktop
GenericName=Research Paper Manager
Comment=free reference manager and academic social network
Exec=/opt/mendeleydesktop-1.3-linux-i486/bin/mendeleydesktop --force-bundled-qt
Terminal=false
Type=Application
Icon=/opt/mendeleydesktop-1.3-linux-i486/share/icons/hicolor/128x128/apps/mendeleydesktop.png
Categories=Education;Literature;Qt;