About Heiko

Gründer, Admin und Hauptautor von Fedora-Blog.de. Benutzt Fedora seit Core 4, hat nach Core 6 aber bis zum Release von Fedora 12 einen Abstecher zu CentOS gemacht

IMHO: Spot’s Chromium Pakete sind nicht produktiv brauchbar

Tom “Spot” Callaway stellt bekanntlicher weise seit einiger Zeit selbst erstellte rpm Pakete von Chromium für Fedora bereit, was auch ein schöne Sache ist.

Nur sind diese Pakete leider nicht produktiv nutzbar, da sie nur sporadisch aktualisiert werden. Updates auf neue Versionen oder für Sicherheitslücken werden beispielsweise nicht zeitnah durch aktualisierte Pakete behoben. Was Nutzer einem teilweise nicht unerheblichem Risiko aussetzt. Aktuell existiert beispielsweise eine Sicherheitslücke, die es erlaubt, die Sandbox von Chromium zu umgehen. Upstream, das heißt beim Chromium Projekt ist dieser Fehler inzwischen gefixt worden und Google hat aktualisierte Chrome-Versionen veröffentlicht. Nutzer von Spot’s Chromium Paketen warten jedoch noch immer auf ein entsprechendes Update. Mir ist dabei durchaus bewusst, das die Chromium-Pakete von Spot eine One-Man-Show sind und das Spot auch noch andere Verpflichtungen hat, weshalb er sich nicht 24/7 um die Chromium Pakete kümmern kann. Das will ich auch nicht verlangen, aber es wäre trotzdem schön, wenn Updates zeitnah weitergereicht werden.

Und solange das nicht der Fall ist, sind die Chromium Pakete von Spot IMHO nicht für den produktiven Einsatz geeignet.

IMHO: gnash ist noch keine Alternative zum Adobe Flash-Plugin

Ich würde ja gerne vom Adobe Flash-Plugin auf gnash umsteigen, nur wird es irgendwann nervig, wenn man ständig auf irgendwelchen Seiten gnash wieder de- und das Adobe Flash-Plugin aktivieren muss, weil die Seite sonst nicht benutzbar ist.

Vimeo, die Video-Sektion von Golem.de oder Al Jazeera wären da ein paar Beispiele, bei denen Gnash versagt und man das Adobe Flash Plugin nutzen muss, um die Videos sehen zu können. Besonders erschwerend kommt hinzu, das man manchmal sogar noch den Browser neu starten muss, damit die Seite nach dem Umstellen des Flash-Plugins endlich funktioniert.

Von daher ist gnash nach wie vor für mich noch keine wirkliche Alternative zum Adobe Flash-Plugin. Aber wie sehen das unsere Leser?

Ist gnash eine Alternative zum Adobe Flash-Plugin

  • Nein (76%, 29 Stimen)
  • Ja (13%, 5 Stimen)
  • mir egal / ich nutze kein Flash (11%, 4 Stimen)

Stimmen gesamt: 38

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Streit um die Aufnahme von Cinnamon und muffin

Um die Aufnahme von Linux Mint Entwicklern gepflegten Cinnamon (Gnome-Shell Fork) und Muffin (Mutter Fork) ist innerhlab des Fedora Projektes ein Streit entbrannt.

Christoph Wickert, der der Aufnahme dieser beiden Forks skeptisch gegenübersteht, führt als Hauptargument den Verstoß gegen mindestens eine Fedora-Richtlinie beim Erstellen der rpm Pakete der beiden Projekte an. Ferner bemängelt Wickert unter anderem, das Cinnamon und Muffin kaum in der Lage sein werden, mit dem hohen Tempo, welches das Gnome-Projekt vorlegt, Schritt zu halten.

Wickert hat zwischenzeitlich FESCO um eine generelle Stellungnahme zur Aufnahme von Forks in Fedora gebeten, um das Thema endgültig zu klären.

Flash-Player für Linux wird de facto eingestellt

Wie Phoronix berichtet, wird Adobe sein Flash-Plugin nach Version 11.2 auf die PPAPI umstellen, die jedoch momentan nur von Google Chrome/Chromium unterstützt wird. Neuere Linux-Versionen des Flash-Plugins werden aus diesem Grund auch nur zusammen mit Google Chrome ausgeliefert und nicht mehr bei Adobe zum Download angeboten werden.

Auch wenn Adobe die Version 11.2 des Plugins weiterhin pflegen wird, wird damit das Flash-Plugin für Linux de facto eingestellt, da die Nutzer gezwungen werden, Google Chrome zu nutzen, falls eine Seite eine Flash-Version neuer als 11.2 benötigen sollte.

Cinnamon 1.3 für Fedora

Cinnamon ist eine Alternative zur Gnome-Shell, welche von den Machern von Linux Mint als entwickelt wird, und versucht, die Benutzerfreundlichkeit von Gnom 2.x mit den technischen Fähigkeiten von Gnome 3.x zu kombinieren.

Von Cinnamon gibt es inzwischen auch inoffizielle Pakete für Fedora, die man mittels

su
curl http://repos.fedorapeople.org/repos/leigh123linux/cinnamon/\
fedora-cinnamon.repo -o /etc/yum.repos.d/fedora-cinnamon.repo
yum install cinnamon

installieren kann. Um Cinnamon nutzen zu können muss man sich anschließend zuerst aus der aktuellen Gnome-Session ausloggen und kann dann Cinnamon im Session-Menü des GDM auswählen. (via vinzv)

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Pragha: schlanker gtk Audioplayer

Pragha ist ein schlanker GTK Audioplayer, der aber trotz seiner geringen Größe über alle wichtigen Funktionen, wie z.B. eine Bibliothek oder die Unterstützung für Wiedergabelisten und Radio-Streams verfügt.

Bei Fedora 17 wird Pragha übrigens Quod Libet im Xfce Spin als standardmäßig installierter Audioplayer ersetzen.

Pragha lässt sich einfach mittels

su -c'yum install pragha'

aus dem Fedora Repository installieren.

arora: schlanker QT-Webbrowser

Neben den üblichen Verdächtigen unter den Webbrowsern wie Firefox, Oper oder Chrome/Chromium, die allesamt Schwergewichte sind, gibt es noch einige schlanke Alternativen.

Eine dieser Alternativen ist arora, ein auf QT basiernder Webbrowser, der wie Chrome/Chromium die Webkit Engine verwendet. Arora gibt es für Windows, MacOS X und Linux und macht trotz seiner frühen Versionsnummer (z.Zt. 0.11) schon einen sehr ausgereiften und stabilen Eindruck.

Die Oberfläche ist relativ unspektakulär, da sie sich an den GUIs anderer Browser orientiert, was auch für Features wie Tabs gilt. Der einzige Unterschied, der schnell auffällt, ist der zum Lieferumfang gehörende Adblocker. Bei anderen Browsern muss dieser in der Regel nachträglich durch entsprechende Addons nachgerüstet werden.

Bei Fedora befindet sich Arora bereits im Standard-Repository, so dass man das Paket einfach per

su -c'yum install arora'

installieren kann.

Update-Benachrichtigungen mit yum-updatesd

Wir haben ja schon 2 mögliche Wege (hier und hier) für Xfce Nutzer aufgezeigt, wie sie die fehlenden Update-Benachrichtigungen nachrüsten können.

Eine weitere Möglichkeit, die wir bislang übersehen haben, ist der Updates-Daemon für yum. Da dieser nicht (mehr) zur Standard-Installation von Fedora gehört, muss zuerst das Paket yum-updatesd installiert werden

su -c'yum install yum-updatesd'

Im nächsten Schritt müssen wir die Konfigurationsdatei für yum-updatesd ein wenig anpassen.

su -c'nano /etc/yum/yum-updatesd.conf'

yum-updatesd biete u.a. die Möglichkeit, via dbus, Mail oder Syslog über neue Updates zu informieren. Standardmäßig eingestellt ist, das yum-updatesd seine Update-Hinweise via dbus versendet. Da es jedoch kein Programm mehr gibt, das auf diese Meldungen reagieren könnte, empfiehlt es sich, sich via Mail über neue Updates informieren zu lassen. Dazu ändern wir die Einträge

emit_via = dbus

in

emit_via = email

sowie

dbus_listener = yes

in

dbus_listener = no

Im nächsten Schritt legen wir noch fest, welche Mail-Adresse als Absender und Empfänger der Benachrichtigungsmail verwendet werden sollen. Dazu legen wir folgende Einträge an:

email_to=benutzer@localhost
email_from=yum-updatesd@localhost

wobei “benutzer” durch den Benutzernamen des potentiellen Empfängers ersetzt werden muss.

Nachdem die Änderungen gespeichert sind, können wir den updatesd Daemon durch

systemctl enable yum-updatesd.service
systemctl start yum-updatesd.service

aktivieren und anschließend starten. Ab sofort wird yum-updatesd uns per Mail informieren, sobald neue Updates verfügbar sind.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Führungswechsel bei Fedora

Jared K. Smith hat heute auf der Fedora-Liste für Ankündigungen bekanntgegeben, das er die Leitung des Fedora-Projektes an Robyn Bergeron abgeben wird.

Bergeron war bislang vor allem in den Marketing und Cloud SIGs aktiv und dürfte dadurch keine unbekannte innerhalb des Fedora-Projektes sein. Nebenbei ist sie die erste Frau, die ein Linux-Distributions-Projekt leitet.

Google-Talk-Plugin jetzt auch als reine 64bit Version

Die 64bit Version des Google-Talk-Plugins für Linux benötigte bislang aufgrund einer unportierten Datei unzählige 32bit Pakete, um funktionieren zu können. Ende Dezember hab ich mich daher an Google gewandt um mich zu erkundigen, wann mit einer reinrassigen 64bit zu rechnen ist.

Heute bekam ich eine Mail von Tristan Schmelcher von Google, mit folgendem Inhalt

Today. We have released version 2.6 and the 64-bit package no longer contains any 32-bit code or requires any 32-bit libs.

Auf Deutsch: Die 64bit Version des Plugins benötigt ab sofort keine 32bit Pakete mehr, da die “schuldige” 32bit Datei anscheinend zwischenzeitlich nach 64bit portiert wurde.