About Heiko

Gründer, Admin und Hauptautor von Fedora-Blog.de. Benutzt Fedora seit Core 4, hat nach Core 6 aber bis zum Release von Fedora 12 einen Abstecher zu CentOS gemacht

Führungswechsel bei Fedora

Jared K. Smith hat heute auf der Fedora-Liste für Ankündigungen bekanntgegeben, das er die Leitung des Fedora-Projektes an Robyn Bergeron abgeben wird.

Bergeron war bislang vor allem in den Marketing und Cloud SIGs aktiv und dürfte dadurch keine unbekannte innerhalb des Fedora-Projektes sein. Nebenbei ist sie die erste Frau, die ein Linux-Distributions-Projekt leitet.

Google-Talk-Plugin jetzt auch als reine 64bit Version

Die 64bit Version des Google-Talk-Plugins für Linux benötigte bislang aufgrund einer unportierten Datei unzählige 32bit Pakete, um funktionieren zu können. Ende Dezember hab ich mich daher an Google gewandt um mich zu erkundigen, wann mit einer reinrassigen 64bit zu rechnen ist.

Heute bekam ich eine Mail von Tristan Schmelcher von Google, mit folgendem Inhalt

Today. We have released version 2.6 and the 64-bit package no longer contains any 32-bit code or requires any 32-bit libs.

Auf Deutsch: Die 64bit Version des Plugins benötigt ab sofort keine 32bit Pakete mehr, da die “schuldige” 32bit Datei anscheinend zwischenzeitlich nach 64bit portiert wurde.

Fedora Packages im öffentlichen Beta-Test

Wie das Linux-Magazin berichtet, wurde zeitgleich mit dem Beginn der FUDCON in Blacksburg auch der öffentliche Beta-Test von Fedora-Packages gestartet.

Fedora-Packages soll den interessierten Anwendern umfangreiche Informationen zu den Paketen aus dem Fedora Repository liefern. Dazu zählen unter anderem die Beschreibung, die enthaltenen Dateien, Bugs, das Changelog, Abhängigkeiten sowie der Quelltext. Um die Suche von Fedora-Packages weiter zu verbessern wurde ein Tagging-Projekt gestartet, in dessen Rahmen Anwender Pakete mit Schlagwörtern versehen können.

Blackout am 18.01.2012

Wir werden uns dem weltweiten Protest gegen die zunehmende Zensur des Internets, die US Gesetzesvorhaben “Stop Online Piracy Act” (SOPA) und “Protect IP Act” (PIPA) sowie last but not least ACTA anschließen.

Aus diesem Grund wird dieses Blog am 18.01.2012 nicht erreichbar sein. Wir bitten unsere Leser um Verständnis für diese Entscheidung und hoffen, das sie unsere Motive unterstützen.

Kein AWN in Fedora 17

Tim Lauridsen hat heute auf der Fedora Entwickler-Liste bekanntgegeben, das er die Pakete des Avant Window Navigator (AWN) aus Rawhide und somit auch aus Fedora 17 entfernen wird.

Lauridsen begründet seine Entscheidung unter anderem damit, das AWN aufgrund von Änderungen in der aktuelle Version von vala nicht mehr compiliert werden kann und das AWN nach wie vor Abhängigkeiten zu Gnome 2.x Komponenten besitzt, welche es aber in Fedora nicht mehr gibt.

Für Fedora 15 und 16 wird er die Pakete jedoch so lange weiter betreuen, wie diese Versionen noch nicht EOL sind.

Fedora 16 bekommt Kernel 3.2

Ausgelöst durch die Ankündigung von Linus Torvalds auf Google+, das der Support für den Kernel 3.1 mit dem 3.1.9 Release endet, wurde auf der Entwickler-Liste von Fedora die Frage gestellt, ob Fedora 16 auf den Kernel 3.2 “rebased” wird.

Josh Boyer hat diese Frage in einer Mail an die Entwickler-Liste mit einem eindeutigen “Ja” beantwortet. Sobald der Kernel 3.2.1 freigegeben wird, wird auch das Update für Fedora 16 auf den Kernel 3.2 vorbereitet.

Xine ab Fedora 17 (wieder) bei rpmFusion?

Kevin Kofler hat heute auf der Entwickler-Liste von Fedora vorgeschlagen, xine ab Fedora 17 aus dem Fedora Repository zu entfernen und wieder nach rpmFusion zu verschieben. Er begründet seinen Vorschlag damit, das xine seit der kürzlich veröffentlichten Version 1.2 zwingend FFmpeg erfordert, welches nicht Bestandteil von Fedora ist.

Neben xine würden auch die folgenden Pakete aus dem Fedora Repository entfernt und nach rpmFusion wandern:

  • gxine
  • kaffeine
  • oxine
  • xine-plugin
  • xine-ui

Bei kaffeine merkt Kofler nebenbei an, das dieses Paket früher oder später eh nach rpmFusion “umziehen” müsse, da deren Entwickler zukünftig MPlayer als Backend nutzen werden

Firefox: Installation von Addons nur eingeschränkt möglich

Durch einen Bug in Xulrunner kann man momentan mit Firefox 9 nur über Umwege Addons von addons.mozilla.org installieren. Ursache sind anscheinend Teile der OpenWebApps Runtime von Mozilla, die in den Sourcecode-Archiven enthalten und bei allen Firefox-Versionen, die nicht direkt von Mozilla stammen, aktiv sind. Binärpakete, die von Mozilla direkt stammen sind anscheinend nicht betroffen.

Um auch unter Firefox 9 Addons von addons.mozilla.org zu installieren, kann man einen der folgenden Workarounds nutzen:

  • Den Link zur XPI-Datei, der sich hinter dem Installieren-Button verbirgt kopieren und in einem neuen Tab öffnen
  • Das gewünschte Addon über den Addon-Manager von Firefox installieren.

Bleibt nur zu hoffen, dass das Problem bis zur Freigabe von Firefox 10 gefixt ist oder das jemand bei Fedora sich um den korrespondierenden Bug kümmert und das Problem “downstream” patcht.

Dropbox Consolen Client installieren

Wie man die Dropbox-Software unter Xfce installiert haben wir bereits hier beschrieben. Jedoch scheint man inzwischen einen zusätzliches Python-Script zu benötigen, wenn man die Software über die Konsole steuern will oder einfach einen anderen Dateimanager als Nautilus nutzt.

Um dieses Python-Script nutzen zu können, muss es zuerst heruntergeladen werden

wget -O ~/.dropbox/dropbox.py "http://www.dropbox.com/download?dl=packages/dropbox.py"

Anschließend setzen wir noch die Berechtigungen, damit nur unser Benutzer das Script ausführen kann

chmod 755 ~/.dropbox/dropbox.py

Eine genaue Übersicht über die Möglichkeiten des Python-Scripts erhält man über folgendes Kommando

~/.dropbox/dropbox.py help

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!