Diskussion um dnf reißt nicht ab

Die auf der Entwickler-Liste von Fedora immer wieder aufkommenden Diskussionen um dnf und den Umstand, das dieses inzwischen auf offiziell yum ersetzt hat, kamen jüngst wieder auf, als sich Harald Reindl darüber beklagte, das es nach wie vor kein Pendant zu package-cleanup, welches Teil der (noch) nicht angepassten yum-utils ist, gibt.

Reindl argumentierte damit, das es nach jedem Upgrade von Fedora veraltete und (aufgrund geänderter Abhängigkeiten) verwaiste Pakete gebe, welche man bislang mittels

package-cleanup --leaves

schnell ausfindig machen und entfernen konnte.

Im Laufe der Diskussion wurde zwar auf das leaves Plugin für dnf sowie das autoremove von dnf hingewiesen, diese sind jedoch laut Reindl kein adäquater Ersatz für package-cleanup, da sie anders arbeiten würden, als package-cleanup.

Reindl machte im Verlauf der Diskussion ebenfalls deutlich, das er es nach wie vor für falsch hält, yum durch dnf zu ersetzen, solange dnf nicht die selben Funktionen wie yum biete und sich teilweise anders verhalte als yum.

Ist der Umstieg von yum auf dnf verfrüht?

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dnf soll fedup und upgrade.img beerben

Auf der Fedora-Entwicklerliste wurde gestern ein Änderungsvorschlag für Fedora 23 vorgestellt, der dafür sorgen soll, das zukünftig nicht mehr fedup und upgrade.img, sondern einzig Fedoras neuer Paketmanager dnf Systemupgrades durchführen soll.

Bislang werden für Systemupgrades die separaten Tool fedup bzw. upgrade.img verwendet, welche jedoch unabhängig vom jeweiligen Paketmanager des Systems arbeiten. Hinzu kommt, das zumindest letzteres auch teilweise auf undokumentierte und deshalb nicht unterstützte Funktionen von systemd zugegriffen hat, was beim Versuch, fedup durch dnf zu ersetzen immer wieder zu Problemen geführt hat.

dnf soll hingegen auf den, von dem systemd-Entwicklern empfohlenen, Offline-Update-Modus von systemd zurückgreifen und die Verwendung von upgrade.img überflüssig machen.

Comeback für die MIPS Architektur?

Wie unter anderem Pro-Linux berichtet, will der Fedora Entwickler Michal Toman den nach Fedora 13 de-facto eingestellten MIPS Port der Distribution reanimieren, wofür er noch Helfer sucht. Langfristiges Ziel von Toman ist es, MIPS zu einer vollwertigen Fedora Architektur, ähnlich wie PPC, zu machen. Die dafür notwendige Build-Hardware soll Tomans Arbeitgeber und Eigentümer der MIPS-Architektur, Imagination kommen.

Toman hat bislang durch die Entwicklung des Bug-Meldesystems abrt und seine Mitarbeit an den PPC und S390 Ports von Fedora eine gewisse Bekanntheit erlangt.

Datum und Uhrzeit mit timesyncd aktuell halten

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Bereits vor einiger Zeit haben wir hier beschrieben, wie man sein Fedora auf die systemd Komponenten networkd und timesyncd umstellt.

Um timesyncd für die Synchronisation von Datum und Uhrzeit zu nutzen, muss zuerst timesyncd mitgeteilt werden, welche Zeitserver es verwenden soll. Dazu müssen folgende Zeilen in /etc/systemd/timesyncd.conf eingefügt werden:

NTP=0.fedora.pool.ntp.org 1.fedora.pool.ntp.org 2.fedora.pool.ntp.org 3.fedora.pool.ntp.org
FallbackNTP=0.pool.ntp.org 1.pool.ntp.org 0.fr.pool.ntp.org

Im nächsten Schritt muss nun noch die Synchronisation via ntp aktiviert werden

su -c'timedatectl set-ntp true'

Um Probleme beim Stellen der Systemzeit zu vermeiden, sollte man timesyncd zusätzlich noch anweisen, die Systemuhr auch in UTC zu stellen

su -c'timedatectl set-local-rtc 0'

Nachdem die obrigen Schritte ausgeführt wurden, kümmert sich fortan Systemd auch um die korrekte Uhrzeit und das korrekte Daum des Systems.

Nicht-Stören-Modus für die Gnome-Shell 3.16 (Nachtrag)

Wir haben bereits darüber berichtet, das in der Gnome-Shell 3.16 der Button für den Nicht-Stören-Modus entfernt wurde.

Zusätzlich zu der damals beschriebenen Möglichkeit, diesen Modus über ein Terminal zu (de)aktivieren,  gibt es inzwischen auch eine Extension für die Gnome-Shell 3.16, welche diesen Button wieder zurückbringt.

Nicht-Stören-Modus für die Gnome-Shell 3.16

In Gnome-Shell Versionen vor 3.16 gab es einen Nicht-Stören-Modus, welcher sämtliche Benachrichtigungen unterdrückte, solange er aktiv war. Im Zuge der Umgestaltungen des Benachrichtigungssystems für Gnome 3.16 wurde die Möglichkeit, diesen Modus zu aktivieren, aus der Gnome-Shell entfernt, während die eigentliche Funktionalität noch vorhanden ist.

Um den Modus zu aktivieren, muss einstweilen folgender Befehl in einem Terminal ausgeführt werden:

gdbus call --session --dest org.gnome.SessionManager \
                     --object-path /org/gnome/SessionManager/Presence \
                     --method org.gnome.SessionManager.Presence.SetStatus 2

Um den Nicht-Stören-Modus wieder zu deaktivieren, ist folgender Befehl nötig:

gdbus call --session --dest org.gnome.SessionManager \
                     --object-path /org/gnome/SessionManager/Presence \
                     --method org.gnome.SessionManager.Presence.SetStatus 0
Wer den Modus öfters benötigt, sollte sich der Einfachheit halber für diese Befehle Aliase anlegen.

Vielleicht macht sich ja auch jemand die Mühe und programmiert eine Gnome-Shell-Erweiterung, um den Modus wieder über die Shell zu (de)aktivieren 😉