Generalschlüssel für X.Org 1.11

Wie heise security berichtet, existiert in der X.Org Version 1.11 ein Generalschlüssel, womit sich z.B ein gesperrter Bildschirm mühelos entsperren lässt.

Ein aktuelles Fedora enthält bereits einen Fix, daher sollte man unbedingt darauf achten, dass die Pakete auf dem aktuellen Stand sind – oder die im Artikel beschriebenen Workarounds durchführen.

Google-Talk-Plugin jetzt auch als reine 64bit Version

Die 64bit Version des Google-Talk-Plugins für Linux benötigte bislang aufgrund einer unportierten Datei unzählige 32bit Pakete, um funktionieren zu können. Ende Dezember hab ich mich daher an Google gewandt um mich zu erkundigen, wann mit einer reinrassigen 64bit zu rechnen ist.

Heute bekam ich eine Mail von Tristan Schmelcher von Google, mit folgendem Inhalt

Today. We have released version 2.6 and the 64-bit package no longer contains any 32-bit code or requires any 32-bit libs.

Auf Deutsch: Die 64bit Version des Plugins benötigt ab sofort keine 32bit Pakete mehr, da die “schuldige” 32bit Datei anscheinend zwischenzeitlich nach 64bit portiert wurde.

Fedora Packages im öffentlichen Beta-Test

Wie das Linux-Magazin berichtet, wurde zeitgleich mit dem Beginn der FUDCON in Blacksburg auch der öffentliche Beta-Test von Fedora-Packages gestartet.

Fedora-Packages soll den interessierten Anwendern umfangreiche Informationen zu den Paketen aus dem Fedora Repository liefern. Dazu zählen unter anderem die Beschreibung, die enthaltenen Dateien, Bugs, das Changelog, Abhängigkeiten sowie der Quelltext. Um die Suche von Fedora-Packages weiter zu verbessern wurde ein Tagging-Projekt gestartet, in dessen Rahmen Anwender Pakete mit Schlagwörtern versehen können.

Blackout am 18.01.2012

Wir werden uns dem weltweiten Protest gegen die zunehmende Zensur des Internets, die US Gesetzesvorhaben “Stop Online Piracy Act” (SOPA) und “Protect IP Act” (PIPA) sowie last but not least ACTA anschließen.

Aus diesem Grund wird dieses Blog am 18.01.2012 nicht erreichbar sein. Wir bitten unsere Leser um Verständnis für diese Entscheidung und hoffen, das sie unsere Motive unterstützen.

Gnome Shell Extensions – eine handverlesene Auswahl

Gnome 3 existiert nun gut ein halbes Jahr als stabiles Release und hat bereits einen Evolutionsschritt gemacht. Am Anfang noch wegen seiner Unflexibilität in der Luft zerrissen, konnte das Dev Team schnell klarstellen: Gnome 3 ist sehr wohl erweiterbar, mit sogenannten Shell Extensions. Die Shell ist daher gar nicht so starr, wie zuerst angenommen.

Leider haben die Leute von Gnome den Extensions viel zu wenig Beachtung geschenkt. So wurde anfänglich kein Wort über die Extensions verloren und die Installation dieser Erweiterungen ist auch nicht ganz so einfach, wie man das von Gnome 2 kennt. Wenn man dann allerdings das Gnome Tweak Tool installiert hat, listet es alle installierten Extensions auf und man kann die an einem Ort bequem verwalten.

Achtung: Bei Fedora 16 hat lange ein Bug existiert, dass die Shell crasht, wenn kein Profilbild gesetzt ist. Der Bug ist mittlerweile gefixt, aber ein Profilbild setzen könnte nie schaden.

Leider haben die Extensions bisher noch nicht wirklich in die offiziellen Fedora Repos Einzug gehalten, jedoch haben die Leute von Gnome weiter gearbeitet und die Website extensions.gnome.org gestartet, die alle Extensions sammeln soll. Ein Blick auf die Website lohnt sich auf jeden Fall, denn die Auswahl der Fedora-Repos ist noch mehr als dürftig (“Remove <xxx> Icon from bar”). Auf der Website finden sich einige wirklich sinnvolle Extensions, die sich durch einen simplen Switch auf der Website links oben installieren lassen. Einige davon will ich jetzt hier zeigen.

Area screenshot:

Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, die Extension gestaltet sich sehr simpel. Vor der Nutzung muss allerdings noch ein Shortcut festgelegt werden. Dazu sollte man unbedingt die Readme auf der Github-Website lesen, sind aber nur 2 Befehle.

gTile:

gTile is simple, but powerful: Nach der Installation ist ein weiteres Icon im Systray oben rechts. Beim Klick darauf bekommt man einen Dialog für die Fensterplatzierung angezeigt. So kann man für die Fenster mehrere erweiterte Platzierungsmöglichkeiten. Für große Bildschirme ideal.

GTG tasks in calendar overview:

Es gibt einige Aufgabenverwaltungsprogramme, aber GTG spielt in der Oberliga mit, nicht nur wegen der RTM-Integration ist es ein sehr interessantes Programm. Die kleine Extension bindet die Aufgaben, die in GTG eingestellt wurden, in die Kalenderansicht ein.

Jump list:

über Zeitgeist wurde ja viel geredet – zuletzt war es noch das Killerfeature von Gnome 3, ist aber seit einiger Zeit nur noch in stiefmütterlicher Behandlung. Mit den Extensions Journal und Jump lists wird Zeitgeist wieder sinnvoll. Ähnlich Windows 7 werden hier Jumplists auf den Programmicons angezeigt, die auch die Datei direkt öffnen. Beide Extensions benötigen logischerweise Zeitgeist.

Unit Converter:

Wenn man das Paket units installiert hat, bekommt man einen neuen Ergebnistyp, wenn man das Search field verwendet: Tippt man beispielsweise “55 kg to g” ein, erhält man als Ergebnis “55000″.

Touchpad Indicator:

Notebook-User werden es lieben: Nach der Installation gibt es rechts oben ein Icon, das den Status den Touchpads anzeigt – und für die Deaktivierung des selben verwendet werden kann.

Was Bleibt:

Die Extensions zeigen sehr schön, dass die Gnome Shell zu mehr fähig ist – wenn man sie lässt. Nach einigen Anfangshürden lassen sich über die Website mit einem Klick kinderleicht Extensions installieren, die das tägliche Arbeiten einfacher macht. Die Liste wird ständig länger und länger – und Gnome 3 wird mit jeder Extension wieder ein Stück benutzbarer – wenn man sich mit dem fundamentalen Prinzip von Gnome 3 anfreunden kann.

Flickr Photoset: Gnome Shell extensions screenshots.

Kein AWN in Fedora 17

Tim Lauridsen hat heute auf der Fedora Entwickler-Liste bekanntgegeben, das er die Pakete des Avant Window Navigator (AWN) aus Rawhide und somit auch aus Fedora 17 entfernen wird.

Lauridsen begründet seine Entscheidung unter anderem damit, das AWN aufgrund von Änderungen in der aktuelle Version von vala nicht mehr compiliert werden kann und das AWN nach wie vor Abhängigkeiten zu Gnome 2.x Komponenten besitzt, welche es aber in Fedora nicht mehr gibt.

Für Fedora 15 und 16 wird er die Pakete jedoch so lange weiter betreuen, wie diese Versionen noch nicht EOL sind.

Fedora 16 bekommt Kernel 3.2

Ausgelöst durch die Ankündigung von Linus Torvalds auf Google+, das der Support für den Kernel 3.1 mit dem 3.1.9 Release endet, wurde auf der Entwickler-Liste von Fedora die Frage gestellt, ob Fedora 16 auf den Kernel 3.2 “rebased” wird.

Josh Boyer hat diese Frage in einer Mail an die Entwickler-Liste mit einem eindeutigen “Ja” beantwortet. Sobald der Kernel 3.2.1 freigegeben wird, wird auch das Update für Fedora 16 auf den Kernel 3.2 vorbereitet.

Linux-Kernel 3.2 offiziell veröffentlicht

Offiziell ist nun der Linux-Kernel in Version 3.2. veröffentlicht wurden. Damit ist seiner Aussage nach auch das Merge-Fenster für Kernel 3.3 offen.

Die Veröffentlichung wurde durch Linus Torvald zurückgehalten, um auf die aus dem Urlaub kommenden Entwickler zu warten, damit diese noch etwas Zeit haben, einige Regressionen auszubessern. Es gibt gegenüber dem siebten Release-Kandidaten kleine Änderungen, die laut Torvalds zwar lästig sind, er aber ein gutes Gefühl damit habe. Die Entwickler haben vor allem die Infrastruktur der Dateisysteme optimiert.

Die offizielle Ankündigung und das komplette Changelog findet man auf lkml.org und den Quellcode wie immer unter kernel.org.

Xine ab Fedora 17 (wieder) bei rpmFusion?

Kevin Kofler hat heute auf der Entwickler-Liste von Fedora vorgeschlagen, xine ab Fedora 17 aus dem Fedora Repository zu entfernen und wieder nach rpmFusion zu verschieben. Er begründet seinen Vorschlag damit, das xine seit der kürzlich veröffentlichten Version 1.2 zwingend FFmpeg erfordert, welches nicht Bestandteil von Fedora ist.

Neben xine würden auch die folgenden Pakete aus dem Fedora Repository entfernt und nach rpmFusion wandern:

  • gxine
  • kaffeine
  • oxine
  • xine-plugin
  • xine-ui

Bei kaffeine merkt Kofler nebenbei an, das dieses Paket früher oder später eh nach rpmFusion “umziehen” müsse, da deren Entwickler zukünftig MPlayer als Backend nutzen werden