Fedora 24 bekommt grafisches System-Upgrade

Laut einem Änderungsvorschlag für Fedora 24 wird GNOME Software 3.20 auch als grafische Oberfläche für System-Upgrade fungieren können. Um ein grafisches Upgrade von Fedora 23 auf Fedora 24 zu ermöglichen, wird deshalb ausnahmsweise GNOME Software in Fedora 23 auch ein Update auf 3.20 erhalten. Der Rest des GNOME Desktops wird jedoch weiterhin auf Version 3.18 belassen.

Die veröffentlichten News werden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Eine Garantie für die Vollständigkeit und/oder Richtigkeit wird nicht übernommen.

Tester für Firefox und GTK3 gesucht

Momentan scheint es einige Probleme mit Firefox und GTK3 zu geben. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, bittet Martin Stransky alle testwilligen User um ihre Mithilfe.

Um sich an der Fehlersuche zu beteiligen, muss zuerst das aktuelle Update für Firefox (Fedora 22 / Fedora 23) installiert sein. In dieser Version werden Abstürze von Firefox nicht mehr an Mozilla, sondern mittels ABRT an Fedora gemeldet.

Damit die Fehlermeldung mittels ABRT funktioniert, muss anschließend noch Firefox aus der ABRT-Blacklist entfernt werden. Dazu muss die Datei /etc/abrt/abrt-action-save-package-data.conf mittels

su -c'nano /etc/abrt/abrt-action-save-package-data.conf'

bearbeitet und die Zeile

BlackList = nspluginwrapper, valgrind, strace, mono-core, firefox, bash

in

BlackList = nspluginwrapper, valgrind, strace, mono-core, bash

geändert werden.

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Im Zweifelsfall keine x86 Medien von Fedora 24

Da die Relevanz von x86 Intel-CPUs (32bit) stetig sinkt und der damit verbundene Aufwand dadurch immer weiter steigt, hat FESCO bereits vor einiger Zeit beschlossen, das ab Fedora 24 Probleme mit den x86 Installationsmedien ein Fedora Release nicht mehr verhindern werden und man notfalls einfach auf die Erstellung der i686 Medien verzichtet.

Das klingt ganz nach einer Degradierung der x86 Intel-CPUs zu einer Secondary-Architecture auf Raten. Da die Verbreitung dieser CPUs jedoch immer weiter sinkt und man heute kaum noch neue Notebooks, Desktop-Rechner oder Server mit x86 Intel-CPUs bekommt, wäre dies jedoch nur ein konsequenter Schritt. Immerhin wäre Fedora nicht die erste Linux-Distribution, die keine x86 Installationsmedien mehr bereitstellt. Einige andere (kleine) Distributionen sind schon heute 64bit-only und verzichten komplett auf Pakete und Medien für x86 Intel-CPUs.

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firejail: eine minimalistische Sandbox für Firefox und Co

Firejail ist eine minimalistische Sandbox, die – wie der Name andeutet – ursprünglich entwickelt wurde, um den Firefox abzusichern. Inzwischen werden aber auch diverse weitere Programme wie VLC, Transmission oder Chromium unterstützt.

Um ein Programm mittels firejail in eine Sandbox zu sperren, reicht es aus, den Aufruf des Programmes mit „firejail“ zu prefixen. Im Falle von Firefox wäre der Aufruf f0lglich

firejail firefox

Einen noch bequemeren Weg, Programme mit firejail abzusichern bietet die so genannten „Symlink invocation“, die ab Version 0.9.38 verfügbar ist.

Bei dieser Technik reicht es, einen Symlink zu Firejail, welcher den Namen des abzusichernden Programmes trägt, zu erstellen. Dieser Symlink muss sich jedoch an einem Ort befinden, der sich in der PATH-Variable vor /usr/bin befindet – üblicherweise wäre das z.B. /usr/local/bin.

Um auf diesem Weg Firefox mittels firejail abzusichern müsste man den Symlink wie folgt erstellen:

su -c'ln -s /usr/bin/firejail /usr/local/bin/firefox'

Fortan wird bei jedem Aufruf von Firefox dieser automatisch mittels firejail in eine Sandbox gesperrt.

Firejail ist noch nicht in den Fedora Repositories vorhanden, kann aber mittels eines COPRs installiert werden.

Kennt Ihr auch ein interessantes Programm, das wir hier im Blog vorstellen sollten? Dann sagt uns Bescheid oder schreibt einen Gastbeitrag für uns.

Redshift: Blau- und Rotanteil im Licht zeitabhängig steuern

Redshift ist ein kleines Tool, das den Anteil von Rot und Blau im vom Monitor abgegeben Licht zeitabhängig steuert. Der Gedanke dahin ist, das der Rot- und Blau-Anteil im normalen Licht abhängig von der Tageszeit variiert. Darüber hinaus ist die Produktion des Hormons Melatonin, welches dafür sorgt, das wir müde werden, lichtabhängig und wird speziell vom Blau-Anteil im Licht beeinflusst.

Im Gegensatz zum normalen Licht geben Monitore und speziell LCD-Displays jedoch permanent ein leicht bläuliches Licht ab, welches die Produktion von Melatonin hemmt.

An dieser Stelle kommt dann Redshift ins Spiel, welches sich in den Fedora Repositories befindet und mittels

su -c'dnf install redshift redshift-gtk'

installiert werden kann.

Nach dem Start von Redshift reguliert dieses abhängig vom über das geoclue-Framework ermittelten Standort und der aktuellen Uhrzeit den Rot- und Blau-Anteil im vom Monitor abgegeben Licht, um ein möglichst natürliches Licht zu erzeugen und die Melatonin-Produktion nicht unnötig zu hemmen.

Kennt Ihr auch ein interessantes Programm, das wir hier im Blog vorstellen sollten? Dann sagt uns Bescheid oder schreibt einen Gastbeitrag für uns.

Wayland

GnomelogoIch habe jetzt mal ein paar Tage anstatt des X-Display-Servers dessen Nachfolger Wayland genutzt. Wieder erwarten hat Wayland soweit einen ganz ordentlichen Eindruck unter GNOME 3.18 hinterlassen.

Das einzige was mich ein wenig gestört hat, waren folgende Punkte:

  • kleinere Darstellungsfehler beim Start von Programmen (Teile des Programmfensters waren beim Programmstart für kurze Zeit schwarz).
  • Der Mauszeiger „klemmt“ immer mal wieder.
  • Waylands Font-Rendering unterscheidet sich erkennbar von dem des X-Servers.
  • Der Login-Sound wird, anders als unter X, erst abgespielt, wenn GNOME komplett geladen ist.
  • Die GNOME Shell verursacht etwas mehr Prozessorlast und lässt sich nicht via ALT+F2 und „r“ neustarten.
  • Fenster, die minimiert und dann wiederhergestellt werden, frieren beim Wiederherstellen ein und können nur durch einen Neustart der Anwendung „reanimiert“ werden (Bugreport).

Habt Ihr auch schon mal einen Blick auf Wayland geworfen und wenn ja, wo „klemmt“ es bei Euch noch?

Habt Ihr noch alle Latten am Zaun?!? (Rant) [Nachtrag]

GnomelogoBei FESCO existiert momentan ein (stark ideologisch geprägtes) Ticket, das aufgrund Mozillas Addon-Signierung erstellt wurde und diese u.a. als „DRM“ verunglimpft.

Der Autor des Tickets möchte erreichen, das alle Updates für Firefox so lange von FESCO blockiert werden, bis es wieder möglich ist, die Addon-Signierung zu deaktivieren, da es ansonsten nicht mehr möglich ist, Firefox-Addons aus den Fedora Repositories zu installieren. Als Ultima-Ratio schlägt der Autor vor, einen ähnlichen Weg wie Debian zu gehen und zukünftig eine modifizierte Version von Firefox unter anderem Namen auszuliefern.

Um ganz ehrlich zu sein, fällt mir dazu nur eine Frage ein

Ja habt Ihr noch alle Latten am Zaun?!?

Wie lange ist denn jetzt schon bekannt, das Mozilla eine strikte Addon-Signierung (BTW: Chrome/Chromium geht da einen noch restriktiveren Weg) einführen möchte? Und wie lange ist bekannt, wie der Fahrplan dazu aussehen soll?

Jetzt zu kommen und zu jammern, das Mozilla böse ist, weil deren böse Addon-Signierung keine Installation von Addons aus den Fedora Repositories mehr erlaubt, hat was von der bekannte Schüler-Ausrede

Herr Lehrer, ich konnte meine Hausaufgaben nicht machen, weil unsere Katze auf mein Heft gekotzt hat.

Nur weil Ihr den Arsch nicht rechtzeitig hoch bekommen habt, um mit Mozilla einen Weg zu finden, die globale Installation von Addons aus den Fedora-Repositories weiterhin zu ermöglichen, ist Mozilla jetzt der Böse?

Interessanter wäre ja fast noch die Frage, wie oft dieses „Feature“ überhaupt genutzt wird, bevor man so ein Fass aufmacht.

Und nein, anders als auf der Desktop-Liste behauptet, ist Epiphany (zumindest für Power-User) absolut keine Alternative zu Firefox oder Chrome. Das Ding taugt aller höchstens als kastrierter Zweitbrowser.

Nachtrag: Ich habe mal nachgeschaut, wie viele paketierte Erweiterungen es bei Fedora überhaupt gibt: sage und schreibe 5 – in Worten fünf! Und dafür dieser ganze Zirkus? Wegen lumpiger 5 Addons? Ihr habt echt Probleme!

IMHO ist der Kommentar von Fedora-Blog.de.
IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).