Thermald: Retter vor dem Hitzetod

Thermald ist ein Daemon, der im Hintergrund läuft und die Temperatur des Systems überwacht und, sobald ein bestimmter Wert überschritten wird, verschiedene Kühlungsfunktionen aktiviert, um das System wieder auf eine unkritische Temperatur herunter zu kühlen.

Thermald gibt es momentan nur im COPR von hardons123 und dort auch nur für Fedora 20 und Rawhide. Es gibt jedoch auch ein Review-Request für die Aufnahme in die offiziellen Fedora-Repositories.

Da der systemd Service von thermald gemäß den Richtlinien des Fedora-Projektes nicht standardmäßig aktiviert ist, muss dies nach der Installation noch mittels

su -
systemctl enable thermald.service
systemctl start thermald.service

manuell nachgeholt werden.

Kennt Ihr auch ein interessantes Programm, das wir hier im Blog vorstellen sollten? Dann sagt uns Bescheid oder schreibt einen Gastbeitrag für uns.

Nautilus: PDF-Dateien in einer Sandbox öffnen

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wer des öfteren PDFs aus dem Internet herunterlädt oder einfach nur so auf Nummer sicher gehen möchte, das eventuell darin enthaltene Schädlinge bei ihm Schaden anrichten, sollte PDFs am besten in einer Sandbox anzeigen. Wie das mit Nautilus zu bewerkstelligen ist, zeigt das folgende HowTo.

Zuerst werden die Pakete nautilus-actions und policycoreutils-sandbox benötigt, die mittels

su -c'yum install nautilus-actions policycoreutils-sandbox'

installiert werden können.

Anschließend wird eine Datei namens fb17582e-91fc-4f14-9208-e1213587bc20.desktop und mit folgendem Inhalt erstellt:

[Desktop Entry]
Type=Action
Name[de_DE]=In Sandbox öffnen
Name[de]=In Sandbox öffnen
Tooltip[de_DE]=öffnet das Dokument in einer Sandbox
Tooltip[de]=öffnet das Dokument in einer Sandbox
ToolbarLabel[de_DE]=In Sandbox öffnen
ToolbarLabel[de]=In Sandbox öffnen
Icon[de_DE]=evince
Icon[de]=evince
Profiles=profile-zero;

[X-Action-Profile profile-zero]
Name[de_DE]=Vorgabeprofil
Name[de]=Vorgabeprofil
Exec=sandbox -X -t sandbox_x_t /usr/bin/evince %F
Basenames=*.pdf;
MimeTypes=application/pdf;

Nachdem im nächsten Schritt nautilus-actions-config-tool gesartet wurde, wählt man dort im Menü “Werkzeuge” den Importassistenten aus und importiert die soeben erstellte Datei.

Anschließend findet man im Nautilus-Kontextmenü von PDF-Dateien ein neues Untermenü namens Nautilus-Actions actions, in dem sich unser Eintrag zum Öffnen von PDF-Dateien in einer Sandbox befindet.

Fliegt java-1.5.0-gcj aus Fedora?

Der Paketmaintainer Deepak Bhole hat heute auf der Entwicklerliste angekündigt, das java-1.5.0-gcj Paket nicht weiter zu betreuen und am 08. April in der Paketdatenbank von Fedora als verwaist zu markieren, damit es aus der Distribution entfernt werden kann.

In Richtung möglicher Interessenten für die Betreuung des Paketes merkt er noch kurz an, das es allmählich an der Zeit sei, java-1.5.0-gcj ungeachtet der Folgen für pdftk aus Fedora zu entfernen.

Sollte sich niemand melden, der bereit ist, die Betreuung des java-1.5.0-gcj Paketes zu übernehmen, würde das Paket in der Tat in Fedora 21 nicht mehr enthalten sein.

IMHO: Was fehlt: silent updates

IMHO ist der Kommentar von Fedora-Blog.de.
IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

Seit einigen Versionen beherrscht PackageKit in Kombination mit Gnome so genannte “Offline-Updates”, was nichts anderes bedeutet, als das Updates während des Bootvorgangs in einer speziellen Umgebung installiert werden.

Wenn man diesen Gedanken jedoch konsequent zu ende denkt, können die Offline-Updates nur der erste Schritt auf dem Weg zu stillen Updates, die man auch etwas vulgär “halt die Klappe und mach einfach Modus” nennen könnte, gewesen sein. Dieser zweite Schritt ist jedoch eigentlich schon mehr als überfällig.

Oder um es mit den Worten von David Sieg zu sagen:

… Jetzt mal ehrlich: Wen interessiert, dass libcurl, libfoo und libArsch aktualisiert wurden?

Das sind doch wieder Informationen, die nur Arch-, Gentoo- und andere Wirrköpfe brauchen…

Die meisten Benutzer dürfte es in der Tat kaum interessieren, welche Pakete gerade aktualisiert werden sollen. Sie wollen einfach ein stabiles und sicheres System, mit dem sie arbeiten können und nicht mit für sie belanglosen Informationen, wie eben der, welche Updates verfügbar sind, belästigt werden.

Microsoft hat das erkannt und bietet diese stillen Updates, bei dem die Updates im Hintergrund heruntergeladen und beim nächsten Herunterfahren des Systems installiert werden, schon seit einiger Zeit an. Warum tut sich Linux dann bitte so schwer damit seinen Nutzern so etwas anzubieten?

Oder ist Linux im Grunde noch immer ein System von Freaks für Freaks?

Gnome 3.12: Bug in der Facebook-Authentifizierung

In die Online-Accounts-Komponente von Gnome 3.12 hat sich ein Bug eingeschlichen, der die Einbindung eines Facebook-Accounts erheblich erschwert.

Sobald man zu dem Punkt gekommen ist, an dem man den Gnome-Online-Accounts (GOA) den Zugriff auf sein Facebook-Profil genehmigen muss, werden die Buttons zum Genehmigen und Abbrechen von einem Overlay überdeckt, das einen darüber informiert, dass das Popup zu klein sei und man es vergrößern solle. Da das Fenster der GOA jedoch eine fixe Größe hat, ist das in diesem Fall nicht möglich.

Um die Authentifizierung dennoch abschließen zu können, kann man sich als Workaround mit Hilfe der Tab-Taste zu dem gewünschten Button durch hangeln und diesen dann mittels Enter-Taste betätigen.

Fedora 20: Gnome 3.10 auf 3.12 aktualisieren

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

In diesem HowTo wird dnf verwendet, da yum anscheinend Probleme hat, die Abhängigkeiten einiger Pakete sauber aufzulösen und das Update bereits in diesem Stadium abbricht.

Seit heute ist Gnome 3.12 offiziell veröffentlicht und Richhard Hughes hat sein COPR bereits aktualisiert.

Wer jetzt das Update wagen möchte, sollte sich, falls nicht bereits geschehen, das COPR einrichten. Dnf bietet dafür ein Plugin, das die Einrichtung für einen übernimmt und im dnf-coreplugins Paket enthalten ist. Somit sollte man zu allererst dieses Paket installieren:

su -c'dnf install dnf-plugins-core'

Anschließend kann man das COPR mit folgendem Befehl einrichten:

su -c'dnf copr enable rhughes/f20-gnome-3-12 fedora-20-x86_64'

Wer ein 32bit System benutzt, muss fedora-20-x86_64 durch fedora-20-i386 ersetzen.

Bevor man den Update-Vorgang ganz normal mit

su -c'dnf update'

startet, sollte man das repo-File noch mittels

su -c'nano /etc/yum.repos.d/_copr_rhughes-f20-gnome-3-12.repo'

editieren und um die Zeile cost=900 ergänzen, damit Pakete aus dem COPR im Zweifelsfall Vorrang vor ihren Pendants aus dem Updates- und Updates-Testing-Repository haben.

Vorsichtshalber sollte man vor dem eigentlichen Update jedoch alle noch aktiven Anwendungen beenden.

Nachdem das Update abgeschlossen ist, sollte man das System unbeding rebooten, um mögliche Probleme durch noch im Speicher aktive Gnome 3.10 Komponenten zu vermeiden.

Änderungen an qemu 1.7 erschweren Migrationen

Wer VMs nutzt, die unter Fedora 17 und mit qemu erstellt wurden, sollte diese nach Möglichkeit noch vor dem Release von Fedora 21 auf die aktuelle qemu-Version migrieren, da dies ab Fedora 21 nicht mehr möglich sein wird.

“Schuld” daran sind laut Cole Robinson einige historisch bedingte Fedora-only Patches, die in qemu 1.7 entfernt wurden und dafür sorgen, das qemu 1.7 Speicherabbilder, die mit älteren qemu-Versionen erstellt wurden, nicht mehr lesen kann.

Um das Problem zu umgehen, sollte man die Speicherabbilder unter Fedora 20 laden, anschließend die VMs komplett herunterfahren und im Anschluss daran mit virsh editieren und den maschine= Wert auf pc-1.6 oder ähnliches ändern. Nachdem dies geschehen ist, kann man die VMs wieder starten und anschließend die Speicherabbilder neu erzeugen. Diese lassen sich dann auch problemlos mit Fedora 21+ lesen.