Fedora beerdigt den UserMode

So könnte man eines der ersten geplanten Features für Fedora 18 umschreiben.

Die bei Red Hat angestellten Entwickler Harald Hoyer, Kay Sievers und Bill Nottingham wollen in Fedora 18 den UserMode in Form von ConsoleHelper soweit wie möglich aus der Distribution entfernen und durch PolicyKit ersetzen.

Die Entwickler begründen ihr Vorhaben damit, das sie den momentanen Zustand, das sowohl ConsoleHelper als auch PolicyKit verwendet werden, als inkonsistent und mit zu vielen Nachteilen verbunden betrachten. Darüber hinaus ist PolicyKit ein wesentlich moderneres System, das gegenüber ConsoleHelper deutliche Vorteile bietet.

PDF-Shuffler – PDFs zusammenfügen

Für die Arbeit an PDFs gibt es eine Vielzahl von Programmen. Ein Programm, mit welchen man PDF-Dateien ordnen, zusammenfügen oder auch einzelne Seiten herauslösen und drehen kann, ist PDF-Shuffler.

Die Nutzung ist äußerst simpel und selbsterklärend gehalten. Via Drag&Drop kann man PDF-Dateien z.B. in das Hauptfenster ziehen. Um Seiten neu anzuordnen, zieht man diese einfach an die gewünschte Stelle (s. Screenshot). Hat man alle gewünschten Änderungen getätigt, exportiert man das Dokument einfach unter einem neuen Namen und fertig ist das neue Dokument.

Das Programm lässt sich aus den offiziellen Paketquellen von Fedora, in der aktuellen Version 0.60, installieren.

Google Aufgabenplaner in der Sidebar von Firefox öffnen

Wer den Google Aufgabenplaner (“Google Tasks”) und Mozilla Firefox nutzt, kann ersteren ganz bequem in der Sidebar des Firefox öffnen.

Dazu muss man zuerst ein Lesezeichen für folgende URL anlegen

https://mail.google.com/tasks/ig

Als nächstes muss dann in den Eigenschaften des Lesezeichens die Option “Dieses Lesezeichen in der Sidebar laden” aktiviert werden und fertig.

Zuerst veröffentlicht auf Ostfriese in Franken

Firefox 12: Neue “Neuer Tab” Seite aktivieren

Firefox 12 beinhaltet bereits eine frühere Version der neuen “Neuer Tab” Seite, welche in Firefox 13 standardmäßig aktiviert sein wird.

Um diese auch in Firefox 12 nutzen zu können, muss zuerst die Firefox-Konfiguration geöffnet werden, indem man about:config in die Adresszeile eingibt und den anschließenden Sicherheitshinweis bestätigt:

Als nächstes geben wir in das Suchfeld “newtab” ein und ändern browser.newtab.url auf about:newtab und browser.newtabpage.enabled auf true. Nach dem obligatorischen Neustart werden in neuen Tabs fortan die 9 zuletzt aufgerufenen Seiten als Speed Dial angezeigt.

Fedora 17: Samba trotz Abhängigkeitsproblemen aktualisieren

Das aktuelle Update für Samba4 kann zur Zeit nicht installiert werden, da das Paket libsmbclient Abhängigkeitsprobleme verursacht. Ursache des Problems ist anscheinend, das die Pakete libsmbclient und libwbclient in die übrigen Samba4-Pakete integriert wurden, jedoch in keinem der übrigen Sama4-Paketen die entsprechende Information, das es libsmbclient und libwbclient ersetzt, hinterlegt wurde. Es gibt nun zwei Optionen, wie man mit dem Problem umgeht: Warten, bis korrigierte Pakete bereitgestellt werden oder das Update manuell durchführen.

Wer sich für Option Nr. 2 entscheidet, sollte folgende Schritte befolgen:

Zuerst finden wir heraus, welche Pakete manuell aktualisiert werden müssen, in dem wir libsmbclient und libwbclient manuell deinstallieren:

su -c'yum erase libsmbclient libwbclient'

Bevor wir die Deinstallation starten, notieren wir uns die Pakete, die zusätzlich zu libsmbclient und libwbclient deinstalliert werden, um sie im nächsten Schritt manuell wieder zu installieren.

Nachdem yum die Pakete libsmbclient und libwbclient aus dem System entfernt hat, installieren wir die übrigen von yum deinstallierten Pakete wie gewohnt neu und haben somit das Abhängigkeitsproblem mehr oder weniger elegant aus der Welt geschafft.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Pimp my yum

Yum verfügt seit einiger Zeit über einen Parameter --skip-broken, der nichts anderes macht, als dafür zu sorgen, das Updates nicht abgebrochen werden, falls ein oder mehrere Pakete Abhängigkeitsprobleme haben, indem diese Pakete einfach übersprungen werden.

Wer jetzt nicht jedes mal den Parameter --skip-broken eingeben will, wenn er ein Update startet, kann diese Funktionalität auch permanent aktivieren, indem er folgende Zeile zu seiner yum.conf hinzufügt:

skip_broken=1

Um die yum.conf zu bearbeiten, ist folgender Aufruf notwendig:

su -c'echo skip_broken=1 >> /etc/yum.conf'

Anschließend überspringt yum automatisch bei Updates alle Pakete mit Abhängigkeitsproblemen und führt die übrigen Updates durch, sofern noch Pakete übrig geblieben sind.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Fedora 17: Xfce auf Version 4.10 updaten

Da es sich bei Xfce 4.10 momentan noch um eine Vorabversion handelt, kann es noch zu schweren Fehlern oder Instabilitäten kommen! Das Update sollte deshalb nur von erfahrenen Anwendern durchgeführt werden!

Kevin Fenzi, einer der Xfce Maintainer bei Fedora, stellt in einem privaten Repository Pakete für Xfce 4.10 zur Installation bereit.

Um ein vorhandenes Xfce 4.08 auf die Version 4.10 zu aktualisieren, muss zuerst das notwendige Repository mittels

su-
cd /etc/yum.repos.d
wget http://repos.fedorapeople.org/repos/kevin/xfce-4.10/fedora-xfce-4.10.repo

eingerichtet werden.

Falls xfburn oder xfce4-time-out-plugin installiert sind, müssen diese zuerst mittels

su -c'yum erase xfburn xfce4-time-out-plugin'

deinstalliert werden, damit das Update erfolgreich durchgeführt werden kann.

Um Xfce zu aktualisieren, wird folgender Befehlt ausgeführt

su -c'yum update --nogpgcheck'

Der Parameter nogpgcheck ist notwendig, da yum ansonsten die Aktualisierung aufgrund der fehlenden GPG-Signatur der Pakete abbricht. Nun noch das System neu starten und fertig ist das Update auf Xfce 4.10.

Edit 22.04.2012: Angepasst für Xfce 4.10pre2
Edit 23.04.2012: Absatz bzgl. des RDP-Plugins für remmina entfernt

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Fedora 17 “Beefy Miracle” – Ein Zwischenbericht

Das ist also mein erster Gast-Beitrag für Fedora-Blog.de. Worum soll’s gehen? Eigentlich sollte es ein kurzer Statusbericht zu Fedora 17 „Beefy Miracle“ werden. Aber was schreibt man, wenn es im Großen und Ganzen gut läuft?

Okay, das Wichtigste zuerst: So sieht Fedora 17 (mit Gnome) bei Neuinstallation aus:

Screenshot von Fedora 17 "Beefy Miracle"

Screenshot von Fedora 17 "Beefy Miracle"

Der/die/das Wallpaper ist mal richtig schick geworden.

Ich kann in Sachen Problemen eigentlich nur von ein paar kleineren Macken berichten. Das soll nicht heißen, dass es keine gibt, sondern nur, das ich keine größeren Probleme habe: ymmv.

Ein Punkt ist das von Gnome eingeführte Application-Menü: Das Ding ist vielleicht nervig! Auf einem Monitor vielleicht ja noch ganz nett, aber auf 2 sieht das dann so aus:

Das "Application Menu" ist nicht immer hilfreich

Okay, das ist jetzt kein echter Bug. Aber ist nervig ist es trotzdem!
Das 2. Problem ist schon ein echtes: Ich kann bei einigen Anwendungen (Evolution & Gwibber) nicht richtig scrollen, bei anderen (z.B.: Gnome Terminal) hingegen schon. Wenn ich wüsste gegen welches Paket ich einen Bug filen soll, dann würd ich das tun. Gegen Gtk3? Das Terminal funktioniert tadellos. Gegen die einzelnen Programme? Es ist 3mal derselbe Effekt, da ist es doch unwahrscheinlich, dass es 3 verschiedene Bugs sind.

Eine gewisse Zeit lang war die Gnome-Shell etwas wackelig, d.h.: Sie startete unregelmäßig neu. Mittlerweile hat sich aber auch das erledigt.

Soweit zu den „Problemen“, wenn man das so nennen möchte. Ich bin von einer de facto Beta anderes gewohnt. Insgesamt läuft es hier schon richtig rund und Gnome 3.4 ist eine schöne Verbesserung gegenüber 3.2. Wobei sich nur schwer erklären lässt warum. Es ist an vielen Kleinigkeiten geschraubt worden, so dass es im Gesamteindruck einfach etwas runder, glatter und schöner wirkt. Eine Liste der Änderungen gibt es hier. Und langsam füllt sich auch die Extensions Homepage. Während ich das hier schreibe, haben wir 7 Seiten mit kompatiblen Extensions. Das ist doch schon mal was!

Benutzer anderer Desktop dürften nicht so viele offensichtliche Änderungen auffallen, zumindest bei Xfce sollte in den aktuellen Fedora Releases die Version die gleiche sein.
Das Verschieben aller Binaries nach /usr/bin bzw. /usr/lib hat wohl die meiste Aufmerksamkeit in den entsprechenden Online-Medien bekommen. In der Praxis merke ich keinen Unterschied. Wie auch? Für mich als User ist es völlig egal, ob die Binaries in /bin, /usr/bin oder in /mordor liegen. Hauptsache mein System weiß, wo die Dinger sind und findet sie, wenn ich sie brauche.

In der Praxis sieht das jedenfalls so aus:
$ ls -l /
insgesamt 64
lrwxrwxrwx. 1 root root 7 21. Feb 20:52 bin -> usr/bin
(...)
lrwxrwxrwx. 1 root root 7 21. Feb 20:52 lib -> usr/lib
(...)
lrwxrwxrwx. 1 root root 8 21. Feb 20:52 sbin -> usr/sbin

Letztlich, wie erwartet, etwas unspektakulär.

Wer eine freie Partition über hat oder VirtualBox (oder Qemu-KVM, …) installiert hat, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren.

Wenn ihr upgraden wollt: Nutzt preupgrade. Ehrlich! Ein Upgrade via yum ist zum Scheitern verurteilt. Besser ihr führt das Upgrade nur aus, wenn ihr auch wisst, was ihr tut. Alle anderen sollten warten, bis „Beefy Miracle“ erschienen ist.

DropBox Client unter Fedora 17 “reanimieren”

Wer sein System auf die Beta von Fedora 17 aktualisiert hat, wird feststellen, das sich der DropBox Client nicht mehr startet und eine SELinux Fehlermeldung erscheint.

Um den Client zu “reanimieren”, muss lediglich die allow_execstack Option von SELinux (re)aktiviert werden. Dies geschieht am einfachsten über folgendes Kommando

su -c'setsebool -P allow_execstack 1'

Nachdem man das root Kennwort eingegeben hat, wird die Option (re)aktiviert, was jedoch einen kurzen Moment dauern kann. Anschließend lässt sich der DropBox Client wie gewohnt starten.

Fedora-Blog.de auf Google Currents verfügbar

Wir sind seit wenigen Stunden auch in Google Currents vertreten.

Um uns zu Ihrer Currents-Bibliothek hinzuzufügen, rufen Sie einfach folgenden Link mit dem Browser ihres Tablets oder Smartphones auf:

https://www.google.com/producer/editions/CAowstOxAQ/fedora_blogde

Anschließend können Sie uns einfach zu Ihrer Currents-Bibliothek hinzufügen.