Empathy und Contacts momentan unbenutzbar [Update]

Die Gnome Apps Contacts (Kontakte) und Empathy sind momentan nicht benutzbar, da sie beim Start sofort abstürzen. Schuld daran ist die Version 0.9.14-3 von Zeitgeist. Jedoch scheint auch das Bugfix-Update auf Version 0.9.14-4 das Problem nicht zu lösen.

Wer dennoch Empathy und/oder Contacts weiterhin nutzen möchte, muss Zeitgeist manuell auf die Version 0.9.14-2 downgraden. Für x86_64 Systeme lautet der Befehl dazu:

su -c'yum install https://kojipkgs.fedoraproject.org//packages/zeitgeist/0.9.14/2.fc20/x86_64/zeitgeist-0.9.14-2.fc20.x86_64.rpm https://kojipkgs.fedoraproject.org//packages/zeitgeist/0.9.14/2.fc20/x86_64/zeitgeist-libs-0.9.14-2.fc20.x86_64.rpm'

bzw. für i686 Systeme wie folgt:

su -c'yum install https://kojipkgs.fedoraproject.org//packages/zeitgeist/0.9.14/2.fc20/i686/zeitgeist-0.9.14-2.fc20.i686.rpm https://kojipkgs.fedoraproject.org//packages/zeitgeist/0.9.14/2.fc20/i686/zeitgeist-libs-0.9.14-2.fc20.i686.rpm'

Nach dem erfolgten Downgrade sollten Empathy und Contacts sofort wieder benutzbar sein und nicht mehr beim Start abstürzen.

Update

Inzwischen gibt es ein Update auf zeitgeist 0.9.16, welches in Kürze in updates-testing landen sollte und das Problem beheben soll.

Update firefox-31.0-2 macht Webnotifications unbrauchbar

Momentan befindet sich ein aktualisiertes Firefox Paket (firefox-31.0-2) auf den Weg in das Updates-Testing Repository.

Das Update beinhaltet einen Patch, der dafür sorgen soll, das Webnotifications über libnotify angezeigt werden, anstatt in Firefox selber. Jedoch ergibt sich daraus momentan das Problem, das keine Notifications angezeigt werden, sobald die Webseite innerhalb der Notification (von libnotify nicht unterstützte) Tags verwendet.

Sollte das Update tatsächlich im Updates-Testing Repository landen, ist momentan Momentan ist der einzige Workaround für das Problem, die Firefox Extension GNotifier zu installieren und dort in den Einstellungen die Option “Replace alerts service (needs restart)” zu aktivieren. Nach dem Neustart von Firefox werden dann sämtliche Webnotifications über libnotify angezeigt.

Fedora hat jetzt ein Security Team

Eric H. Christensen hat heute offiziell das neu gegründete Fedora Security Team auf der Devel-Announce-Liste vorgestellt.

Hauptaufgabe des Teams soll es sein, Paketbetreuer bei der Behebung von Sicherheitsproblemen zu helfen. So kann das Team z.B. dem Upstream eines Paketes dabei helfen, einen Patch für das Problem zu entwickeln oder ein neues Release, welches das Problem beseitigt, bereitzustellen. Anschließend soll das Team dann mit dem Paketbetreuer zusammen daran arbeiten, möglichst schnell aktualisierte Pakete bereitzustellen.

Nach Aussage von Christensen verfügt das Security Team bereits über 20 Mitglieder. Mit der heutigen Ankündigung stehen interessierten jedoch die Türen für die Mitarbeit im Security Team von Fedora offen.

IMHO: Fedora (Desktop) als rolling-release?

IMHO ist der Kommentar von Fedora-Blog.de.
IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

Warum denn nicht?!?

Mit Fedora.next wird Fedora bekanntlich in die 3 “Produkte” Desktop, Server und Cloud aufgeteilt und jedes dieser Produkte kann eigene Release-Zyklen haben.

Und wenn man ehrlich ist, ist Fedora bereits mehr oder weniger ein Semi-Rolling-Release, da Komponenten wie z.B. der Kernel oder PulseAudio auch innerhalb des Releases auf die jeweils aktuellen Releases aktualisiert werden.

Vor diesem Hintergrund finde ich, das man den Gedanken, zumindest das Desktop-Produkt von Fedora auf ein Rolling-Release umzustellen, ruhig mal völlig unvoreingenommen diskutieren sollte. Zumal zu erwarten ist, das Fedora Server und Cloud über kurz oder lang von Fedora Desktop abweichende Release-Zyklen bekommen werden. Oder welcher Admin ist so wahnsinnig und macht alle 6 Monate ein Upgrade seiner Server auf die aktuelle Fedora Version? ;-)

Würde man Fedora Desktop auf ein rolling-release umstellen, würde man damit auch gleichzeitig einiges an Ressourcen in der Qualitätssicherung freimachen und könnte diese freien Ressourcen dann für die QA von Cloud und Server verwenden. Die QA von Fedora Desktop würde sich dann nur noch darauf beschränken, die regelmäßig (alle 6 Monate?) aktualisierten Installationsmedien zu überprüfen, welche dann auf Basis der Stable- und Updates-Repositories erzeugt werden.

Konkret könnte ein Rolling-Release von Fedora Desktop dann so aussehen, das Rawhide als so etwas wie Debian-Unstable fungiert, wo neue Pakete oder größere Upgrades (z.B. Gnome 3.12 -> 3.14) lagern, bis sie stabil genug für Updaes-Testing sind und dann entweder nach einer gewissen Zeit oder aufgrund vorher definierter Kriterien weiter nach Updates-Testing und von dort wie bislang auch in das Updates-Repository wandern.

Das bislang für neue Releases notwendige Branchen und der damit verbundene QA-Aufwand würde somit, wie bereits erwähnt. zumindest für das Desktop-Produkt entfallen, da Fedora Desktop Releases im Grunde nur noch Snapshots des Stable- und Updates-Repositories sind, die dementsprechend weniger QA-Aufwand erfordern.

Abschließend noch eine kleine Umfrage:

Sollte eine Umstellung von Fedora Desktop auf rolling-releases zumindest ergebnisoffen diskutiert werden?

Ergebnis anzeigen

Loading ... Loading ...
Sicherlich gäbe es noch einige andere Gründe, die für ein rolling-release von Fedora Desktop sprechen, aber es würde sicher den Umfang diese Beitrages sprengen, wenn hier auf jedes mögliche Argument eingegangen wird. Wenn Ihr jedoch noch einige Argumente für (oder gegen) ein rolling-release von Fedora Desktop habt, schreibt sie doch einfach in die Kommentare.

dnf bekommt protected_packages Plugin

Die kommende Version 0.5.3 von Fedoras zukünftigem Paketmanager dnf wird im dnf-plugnis-core Paket ein protected_packages Plugin mitbringen. Dieses Plugin wird u.a. verhindern, das man den aktuell gebooteten Kernel deinstalliert und seinem System dadurch den Todesstoß verpasst.

dnf: Metadaten vor jedem Update auffrischen

Dnf verfügt seit Version 0.5.2 über einen neuen Parameter –refresh, der die lokal gespeicherten Metadaten aktualisiert, sofern sie nicht mehr aktuell sind.

Wer also mit folgendem Befehl nach neuen Updates sucht, kann davon ausgehen, das immer die aktuellen Metadaten verwendet werden

su -c'dnf update --refresh'

Somit erspart man sich dank dieses sinnvollen Parameters den Aufruf von

su -c'dnf clean all'

vor jedem Update sowie den damit verbundenen kompletten Download aller Metadaten.

Gnome kann sich nicht mehr mit Facebook verbinden

Wer seit kurzem versucht, eine Verbindung mit Facebook in den Gnome-Online-Accounts (GOA) einzurichten, bekommt nur noch die Meldung

Fehler beim Zugriff auf die App
Leider wurde die App, die du verwenden willst, deaktiviert oder sie existiert nicht.

zu sehen.

Auf Seiten des Gnome-Projektes rätselt man noch, warum die Facebook-App nicht mehr vorhanden ist. Möglicherweise hängt es damit zusammen, das Facebook seine Unterstützung für Chats über XMPP demnächst einstellen will.