Fedora 27 bekommt Support für AAC

Wie Christian Schaller in seinem Blog schreibt, wird Fedora 27 (Workstation) AAC-Audiodateien ohne Pakete aus Fremd-Repositories abspielen können.

Dafür wird eine von Google modifizierte Version der AAC-Implementierung sowie die dazugehörigen GStreamer-Plugins in Fedora 27 integriert.

Näheres dazu, wann die Pakete verfügbar sein werden und wie sie heißen, hat er jedoch noch nicht mitgeteilt.

Flatpak und Snap sind nicht die Lösung des Problems, sondern machen es noch schlimmer

Im Moment wird heftig darüber diskutiert, ob der Support von Flatpak in Fedora 27 weiter ausgebaut werden soll oder nicht.

Ich persönlich halte Flatpak und Snap für den völlig falschen Ansatz, das Problem mit der Bereitstellung von Software für verschiedene Distributionen zu lösen. Beide haben in meinen Augen das große Problem, das im Grunde jedes Snap-/Flatpak-Paket seine eigenen Versionen von benötigten Shared-Objects mitbringt und man damit irgendwann so etwas ähnliches, wie die DLL-Hölle von Windows hat: zig verschiedene Versionen eines Shared-Object von denen die meisten im schlimmsten Fall auch noch verwundbar für Angriffe sind.

Zumal die meisten technisch unbedarften Anwender wahrscheinlich davon ausgehen werden, das der Paketmanager des Systems (z.B. dnf oder PackageKit) auch die Shared-Objects der Flatpak-Pakete aktualisiert, was aber eben genau nicht der Fall ist. Stattdessen müssen sich die Nutzer darauf verlassen, das die Anbieter der von ihnen verwendeten Flatpaks/Snaps verwundbare Versionen der von ihren Apps verwendeten Shared-Object zeitnah aktualisieren – eine Wette, die ich persönlich nicht eingehen möchte. Das funktioniert ja schon bei Windows Anwendungen eher bescheiden, warum sollte es dann diesmal besser klappen?

Nein, Flatpak und Snap sind in meinen Augen das, was man sprichwörtlich „den Teufel mit dem Beelzebub austreiben“ nennt: ein Problem lösen und dabei ein anderes Problem schaffen. Man macht es einfacher, Anwendungen für verschiedene Distributionen bereit zu stellen, öffnet damit aber ohne Not zusätzliche Angriffsvektoren, indem man dem Paketmanager die Kontrolle über einen Teil der installierten Software entreißt und die Anwender damit zwingt darauf zu vertrauen, das Dritte – von denen man im Grunde nicht weiß, wie vertrauenswürdig sie sind – ihre Hausaufgaben machen!

IMHO ist der Kommentar von Fedora-Blog.de.
IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

Xfce: iBus Daemon automatisch starten

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Um den iBus Daemon, den man u.a. für die Eingabe von Emojis benötigt, automatisch starten zu lassen, sind folgende Schritte nötig:

Zuerst muss das Script /etc/X11/xinit/xinitrc.d/45-autoexec.sh mittels

sudoedit /etc/X11/xinit/xinitrc.d/45-autoexec.sh

erstellt und mit folgendem Inhalt gefüllt werden:

#!/bin/bash
if [ -x "$HOME/.autoexec" ]; then
       . $HOME/.autoexec
fi

Nun muss noch das ~/.autoexec Script erstellt

nano ~/.autoexec

und mit folgendem Inhalt gefüllt werden

# input framework launch
XIM_PROF=ibus
ln -sf /etc/X11/xinit/xinput.d/${XIM_PROF}.conf ${HOME}/.xinputrc
source ${HOME}/.xinputrc

if [ -n "${GTK_IM_MODULE}" ]; then
   export GTK_IM_MODULE
else
   export GTK_IM_MODULE=xim
fi 
if [ -n "${QT_IM_MODULE}" ]; then
   export QT_IM_MODULE
else
   export QT_IM_MODULE=xim
fi 

echo "XIM_PROGRAM=${XIM_PROGRAM}"
${XIM_PROGRAM} ${XIM_ARGS} &

Ab dem nächsten Neustart sollte der iBus Daemon nun automatisch gestartet werden.

(Quelle)

[Fedora 26] Light-Locker: Entsperren von Sessions funktioniert nicht

Zumindest unter Fedora 26 scheint das entsperren einer automatisch gesperrten Session mit Light-Locker nicht zu funktionieren und in einem schwarzen Bildschirm zu enden (Bugreport).

Um das Problem zu umgehen, reicht es anscheinend, in der Energieverwaltung von Xfce, im Register „Sicherheit“, das automatische Sperren von Session zu deaktivieren und die Session bei Bedarf manuell zu sperren.

Xflock4 auf light-locker umstellen

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wie wir bereits vor einiger Zeit geschrieben haben, kann xflock4 auch mit einem anderen Screenlocker als xscreensaver verwendet werden.

Wer light-locker nutzt, muss dafür folgendes Kommando im Terminal ausführen:

xfconf-query -c xfce4-session -p /general/LockCommand -s "dm-tool lock" --create -t string

Ab sofort dann der Bildschirm mit Hilfe von light-locker ge- und entsperrt.

libdb-5.3.28-21 kann rpm Datenbank unbrauchbar machen

Wie Adam Williamson in seinem Blog schreibt, kann es vorkommen, das nach dem Update des libdb Paketes auf 5.3.8-21 die rpm Datenbank beschädigt ist und die Paketmanager ihre Arbeit mit einer Fehlermeldung einstellen.

Wer von dem Problem betroffen ist, kann die rpm Datenbank mit folgenden Befehlen wieder reparieren:

su -
rm -f /var/lib/rpm/__db*
rpm --rebuilddb

Anschließend sollten die Paketmanager wieder ohne Probleme funktionieren.

Fedora erhält vollständigen MP3-Support

Wie das Fedora Magazine berichtet, wird Fedora in Kürze auch über einen MP3-Encoder verfügen. Dies wird möglich, da die Patente auf die MP3-Technologie vor kurzem ausgelaufen sind und die Rechtsabteilung von Red Hat aufgrund dessen die Erlaubnis erteilt hat, MP3-Encode in Fedora aufzunehmen.

Bis es so weit ist, wird es aber noch ein wenig dauern, da zwar die Patente auf MP3, jedoch nicht die auf andere MPEG-Technologien ausgelaufen sind, was die Suche nach geeigneten Encodern erschwert.