Evolution: Anzeige von Plaintext erzwingen

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wem es wie mir geht und eine gewisse Abneigung gegen HTML-Nachrichten hat, der kann Evolution dazu zwingen, immer den Plaintext-Teil einer Mail zu bevorzugen, sofern dieser vorhanden ist.

Um dies zu erreichen, muss in den Einstellungen von Evolution unter „E-Mail-Einstellungen“ im Register „HTML-Nachrichten“ die Einstellung „HTML-Modus“ auf „Immer als einfachen Text anzeigen“ ändern.

Ab sofort wird Evolution bei Mails, die einen Plaintext-Teil enthalten, diesen anstelle des HTML-Teils anzeigen. Bei reinen HTML-Mails ohne Plaintext-Teil hat diese Einstellung jedoch keinen Auswirkungen zur Folge, das man eine leere Mail mit dem HTML-Teil als Anhang vorfindet.

Ciscos OpenH264 Codec per dnf installieren

Der von Cisco lizenzfrei zur Verfügung gestellte H.264 Codec, der unter dem Namen „OpenH264“ bekannt ist, wird von Fedora aus rechtlichen Gründen standardmäßig nicht ausgeliefert.

Die Workstation Working Group von Fedora, welche die Workstation Version von Fedora betreut, hat jedoch ein Repository eingerichtet, welches den OpenH264 Codec, sowie die Integration in Firefox, bereitstellt.

Das Repository wird standardmäßig deaktiviert ausgeliefert, lässt sich jedoch einfach mittels

su -c'dnf config-manager --set-enabled fedora-cisco-openh264'

aktivieren.

Anschließend lassen sich die Firefox-Integration, das gstreamer-Plugin sowie der Codecs mittels

su -c'mozilla-openh264 gstreamer1-plugin-openh264'

installieren und fortan nutzen. Für die Nutzung im Firefox muss dieser jedoch anschließend neu gestartet werden.

Das Repository steht momentan ausschließlich für Fedora 24 zur Verfügung, Fedora 23 und Rawhide sollten jedoch in Kürze folgen.

Gnome Shell Integration für Chrome/Chromium

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Eines der größten Mankos für Leute, die Google Chrome/Chromium unter Gnome verwenden, war die fehlende Integration in Gnome, was sich dadurch äußerte, das sich bislang über https://extensions.gnome.org/ keine Erweiterungen installieren ließen.

Seit einigen Tagen gibt es jedoch ein COPR, welches eine Extension zur Integration von Chrome/Chromium in die Gnome Shell bereitstellt.

Die Installation erfolgt durch folgende Kommandos

su -c'dnf copr enable region51/chrome-gnome-shell'
su -c'dnf install chrome-gnome-shell'

Anschließend Chrome/Chromium neu starten und fertig.

KeepassX 2

Es ist schon ein wenig verwirrend, was bei Fedora mit keepassx passiert ist. Zuerst wurde für Fedora 23 ein Update auf Version 2.0 veröffentlicht, das dann jedoch wiederum nach einigem Protest zurückgezogen wurde.

Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen wurde dazu das Epoch des Paketes auf 1 erhöht, was spätestens beim Upgrade auf eine neuere Fedora-Version dazu führt, das keepassx ein Zwangs-Downgrade auf Version 0.44 verpasst bekommt. Da die Datenbanken von keepassx 0.44 und 2.0 blöderweise nicht kompatibel sind, schaut jeder, der bereits das Upgrade auf Version 2 gemacht hat, blöd aus der Wäsche, da er nicht mehr an seine gespeicherten Passwörter herankommt, sofern er nicht noch die alte Datenbank im 0.44-Format hat.

Da ich zu diesen Leuten gehörte, die nach dem Upgrade auf Fedora 24 blöd aus der Wäsche geschaut haben, habe ich mir das keepassx Paket in der Version 2.0 geschnappt, in keepassx2 umbenannt und so konfiguriert, das es das keepassx-Paket von Fedora ersetzt. Dadurch ist auch sichergestellt, das Fedora einem auch zukünftig kein neues Zwangs-Downgrade auf 0.4x reinwürgt.

Für alle Leidensgenossen oder die, die gerne auf Version 2.x upgraden möchte, habe ich mein keepassx-Paket in einem COPR bereitgestellt.

PS: Dem keepassx-Maintainer sollte man für diese, an Dämlichkeit kaum zu überbietende, Aktion eigentlich 500 mal „Ich darf kein Zwangs-Downgrade machen, wenn sich das Format der Programmdatenbank geändert hat“ an eine Tafel schreiben lassen! Mindestens! 👿

gepatchte Version von gnome-tweak-tool verfügbar

Ich habe vor einiger Zeit darüber berichtet, das gnome-tweak-tool Probleme mit GTK3 Themes hat, die mehrere Versionen von GTK3 unterstützen und das einen Patch gibt, der das Problem behebt.

Damit das Problem auch in Fedora möglichst zügig behoben wird, habe ich deshalb auch den Bug 1321682 im Fedora-Bugtracker anglegt. Da es jedoch bislang keinerlei Reaktion von Seiten des Paket-Maintainers bei Fedora gibt, habe ich heute ein COPR angelegt, welches eine gepatchte Version des gnome-tweak-tool für Fedora 24 und Rawhide bereitstellt.

Sobald es von Fedora ein gepatchtes gnome-tweak-tool Paket gibt, werde ich mein COPR löschen, da es nur eine Übergangslösung für betroffene Fedora-Anwender darstellen soll!

Support für AMP

Seit gestern Abend unterstützt das Blog die von Google initiierten Accelerated Mobile Pages.

Wer unsere mobile Seite über die Google-Suche aufruft, bekommt automatisch die AMP-Version der jeweiligen Seite(n) ausgeliefert. Alle anderen können die AMP-Version durch ein Anhängen von /amp/ an die URL aufrufen.

Momentan befindet sich der Support noch im Testbetrieb. Sollten keine größeren Schwierigkeiten auftreten, wird der AMP-Support ab dem 01. Mai in den Regelbetrieb über gehen. Sollte es Probleme geben, schreibt sie bitte in die Kommentare unter diesen Beitrag.

Fedora und veraltete Software

Irgendwann vor 8 oder mehr Jahren wollte man mit dem Echo Icon-Theme Fedora ein eigenes Icon-Theme spendieren, damit sich Fedora noch ein wenig mehr von anderen Distributionen abhebt. Immerhin ist das derzeitige Fedora Icon-Theme im grunde nur eine Erweiterung des Mist Icon-Themes. Wie so oft bei solch ambitionierten Projekten schlief die ganze Sache aber irgendwann ein und somit dümpelt Echo seit fast 8 Jahren ohne Update als Zombie in den Repositories herum. Das dieses Theme wohl kaum mit aktuellen Versionen von Gnome, KDE, Xfce und Co vernünftig zu nutzen ist, dürfte wohl jedem einleuchten.

Ich frage mich jedoch, ob es wirklich sein muss, das solche Zombies jahrelang in den Fedora Repositories herumdümpeln, obwohl das Upstream Projekt inzwischen tot ist. Solange sich die Pakete ohne Fehler bauen lassen hat sie vom Fedora Projekt natürlich auch niemand auf dem Radar – wahrscheinlich nicht einmal mehr die eigentlichen Maintainer. Lassen sie sich irgendwann nicht mehr bauen, fliegen sie halt nach einer gewissen aus Fedora raus und fertig.

Wie wäre es jedoch, wenn man Pakete, die z.B. seit mehr als 2 Jahren nicht mehr aktualisiert wurden und alle Pakete, die von diesen abhängig sind, in ein standardmäßig deaktiviertes Legacy-Repository verschieben würde? Die Pakete, die sich in diesem Repository befinden würden der Einfachheit halber nur noch im Ramen des Massrebuilds vor jedem neuen Fedora-Release neu gebaut werden. Schlägt der Rebuild jedoch fehl, fliegt das Paket mitsamt seinen Abhängigkeiten mangels Paket für die betreffende Fedora-Version quasi automatisch aus der Distribution.

Das würde die Haupt-Repositories von Fedora übersichtlicher halten und man müsste sich nicht mehr mit veralteten Paketen herum ärgern, die sich zwar noch problemlos bauen lassen, aber (wie beispielsweise Themes) mittlerweile einfach nicht mehr vernünftig funktionieren.

IMHO ist der Kommentar von Fedora-Blog.de.
IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).